Hundesteuer in NRW: So viel müssen Hundehalter zahlen

Hagen, Bonn und Wuppertal sind Spitzenreiter : So viel kostet die Hundesteuer in den NRW-Städten

Der Bund der Steuerzahler NRW hat die Hundesteuer in 338 Kommunen verglichen. Vor allem Hundehalter in größeren Städten werden bei der Hundesteuer zur Kasse gebeten. Ein Hund kostet demnach zwischen 25 und 180 Euro Steuern.

Die gute Nachricht vorweg: Nur 15 der 338 untersuchten Kommunen haben in diesem Jahr die Hundesteuer erhöht. Trotzdem werden sich wohl angesichts der deutlichen Unterschiede bei der Höhe der Hundesteuer einige Tierfreunde ärgern. Die Studie des Bundes der Steuerzahler NRW hat ergeben, dass Hundehalter in Hagen 180 Euro Steuern pro Jahr zahlen müssen – in Verl hingegen nur 25 Euro.

Ob Mops, Schäferhund oder Bulldogge – die Haltung eines Hundes kann richtig teuer werden. Da die Kommunen die Hundesteuer selbst festlegen können, fällt diese je nach Wohnort sehr unterschiedlich aus. Aus der Region zählen Leverkusen (156 Euro), Köln (156), Solingen (151) und Mönchengladbach (138) zu den teuersten Kommunen für Hundehalter in ganz NRW. Zu den günstigeren gehören die Kommunen im Kreis Heinsberg: Selfkant (47), Hückelhoven (48) und Wassenberg (54). Im Mittelfeld liegt Düsseldorf mit 96 Euro.

Laut Mönchengladbachs Stadtsprecher Dirk Rütten nutzen die Kommunen diese Steuer, „um die Zahl der Hunde im Stadtgebiet in verträglichen Grenzen zu halten.“ Daher sei die Hundesteuer in Großstädten auch meist höher als auf dem Land.

Für als gefährlich eingestufte Hunde wie zum Beispiel American Pit Bull Terrier oder Bullterrier gelten in manchen Städten höhere Steuersätze. In Monheim fallen für solche Hunde 1.320 Euro pro Tier und Jahr an, in Mönchengladbach 720 Euro.

Steuerbefreiung- und Ermäßigung bei der Hundesteuer

In Mönchengladbach sind aktuell rund 14.700 Hunde angemeldet. Aber nicht alle Halter müssen für ihre Tiere auch Steuern zahlen. Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfloser Personen dienen, sind von der Steuer komplett befreit. Die Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Schwerbehindertenausweis. Hunde, die als Melde-, Sanitäts- oder Schutzhunde verwendet werden, können unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuerpflicht befreit werden. Hunde, die aus dem Tierheim aufgenommen wurden, sind ein Jahr lang steuerfrei. Eine Steuerbefreiung für Pflegehunde aus dem Tierheim gibt es jedoch nicht - das hat das Oberverwaltungsgericht vergangenen Monat entschieden. Eine Mönchengladbacherin war vor Gericht gezogen, weil sie die Steuer nicht zahlen wollte.

Steuerermäßigungen in Höhe von 25 Prozent können Halter beantragen, die aus sogenannten förderungsfähigen Familien kommen. Auch für Hunde, die in der Landwirtschaft oder beim Jagen eingesetzt werden, gibt es beim Ablegen notwendiger Prüfungen eine Vergünstigung von bis zu 50 Prozent. Alle Ermäßigungen können aber laut Stadtsprecher Rütten nur für einen Hund gewährt werden. Werden mehrere Tiere gehalten, so gilt für die übrigen der reguläre Steuersatz.

Hier geht es zur Infostrecke: So viel kostet die Hundesteuer in den NRW-Städten

Mehr von RP ONLINE