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Strafverfahren gegen Halterin: Hund in praller Hitze im Auto eingesperrt

Strafverfahren gegen Halterin : Hund in praller Hitze im Auto eingesperrt

Am Samstag hat die Polizei einen Collie aus einem geparkten Auto in Paderborn befreit, das bei knapp 30 Grad in der prallen Sonne stand. Mehr als zwei Stunden kehrte die Besitzerin nicht zurück.

Gegen 12 Uhr bemerkte ein Anwohner des von-Drypt-Weges den geparkten Wagen aus dem Landkreis Emsland, in dessen Innenraum ein Collie eingesperrt war. Sämtliche Fenster waren bei einer Außentemperatur von 28 Grad und voller Sonnenbestrahlung geschlossen, meldet die Polizei. Wasser hatte das Tier nicht zur Verfügung.

Da niemand am Fahrzeug erschien, um sich um den Collie zu kümmern, verständigte der Zeuge gegen 12:30 Uhr die Polizei. Die eingesetzten Polizisten versuchten die Fahrzeughalterin in der Nachbarschaft zu ermitteln und klingelten an vielen Haustüren. Niemand wusste jedoch, wo sich die mutmaßliche Hundebesitzerin aufhielt, teilen die Beamten mit. Auch telefonisch war die Halterin nicht zu erreichen.

Wegen einer besonderen Sicherung gelang es einem hinzu gerufenen Automechaniker nicht, den Wagen schadlos zu öffnen. Um den Hund aus seiner ernsten Lage zu befreien, schlug ein Polizeibeamter eine Wagenscheibe mit einem Nothammer ein. Der Collie wurde von der Feuerwehr zum Tierheim gebracht. Gegen 14 Uhr kam die 35-jährige Autobesitzerin zurück, als ihr Wagen schon am Abschlepphaken hing. Gegen die Hundehalterin wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

(ots)