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Hund in Mülheim in Ruhr geworfen: Massive Drohungen gegen Tatverdächtigen

Hund in die Ruhr geworfen : Polizei muss Tatverdächtigen wegen Drohungen aus dem Netz schützen

Die Polizei macht keine weiteren Angaben zu dem 58-Jährigen, der einen Hund in die Ruhr geworfen haben soll. Es habe massive Drohungen in den Sozialen Medien gegen den Mann gegeben, sagt die Polizei.

Am Dienstagabend hat die Polizei gemeldet, dass es im Fall der der toten Hündin, die in Mülheim von einer Brücke geworfen wurde, einen Tatverdächtigen gibt. Ein 58-Jähriger aus Mülheim wurde vorläufig festgenommen.

Weitere Angaben zu dem Mann und auch zu seinem Motiv will die Polizei derzeit nicht machen. In den Sozialen Medien habe es massive Drohungen gegen den Mann gegeben. “Es war teilweise sehr erschreckend, was da zu lesen war“, sagte ein Polizeisprecher unserer Redaktion. Meldungen über den Fahndungsaufruf der Polizei seien tausendfach geteilt worden, zehntausende Menschen hätten so im Internet den Vorfall mitbekommen und viele davon kommentiert. Die Polizei wollte sich nicht dazu äußern, ob es auch persönliche Drohungen gegen den Mann, etwa über sein privates Facebook-Profil gab. „Es hat schon ausgereicht, was so an Kommentaren öffentlich zu sehen war“, sagte der Polizeisprecher,

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Zwei Frauen hatten zwei Tage vor Silvester in den Abendstunden einen Mann beobachtet, der einen Hund über das Brückengeländer in die Ruhr warf. Die Passanten versuchten noch, das Tier zu retten. Es konnte später von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Bei der Suche nach dem Besitzer hatte die Polizei Fotos von dem toten Tier veröffentlicht.

Ermittelt wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Strafbar sind laut Deutschem Tierschutzbund „die ungerechtfertigte Tiertötung sowie die rohe und quälerische Misshandlung von Tieren“. Die Tat muss demnach vorsätzlich begangen worden sein. Bei Verstößen droht dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Zudem könne durch den Richter ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden.

(mit Agenturmaterial von dpa)