Experten untersuchen Bergbaustollen: Hohlräume: A40 droht Sperrung

Experten untersuchen Bergbaustollen : Hohlräume: A40 droht Sperrung

Wieder drohen alte Bergbaustollen den Verkehr in NRW zu behindern. Straßen.NRW untersucht ab der kommenden Woche bei Essen einen alten Schacht in direkter Nähe zur vielbefahrenen A40. Möglicherweise reichen die Hohlräume bis unter die Autobahn. Für eine Sperrung ist alles vorbereitet.

Nach der Auswertung alter Bergbaukarten hält der Landesbetrieb es für möglich, dass einsturzgefährdete Hohlräume unter die Autobahn ragen und verfüllt werden müssen, teilte Straßen.NRW am Mittwoch mit. "Wir wissen, dass ein Schacht da ist, aber nicht wo er liegt und wie sicher er ist", sagte Projektleiter Frank Theißing am Mittwoch.

Laut alter Protokolle soll der Schacht in 56 Metern Tiefe liegen und bereits nach Stilllegung im 19. Jahrhundert verfüllt worden sein. Ob diese Angaben stimmen und wo genau der Stollen verläuft, wollen Experten mit Erkundungsbohrungen herausfinden.

Sollte eine weitere Absicherung des Schachts notwendig sein, sei eine Sperrung der Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund nicht ausgeschlossen. Für diesen Fall sind bereits Umleitungsschilder vorbereitet, die kurzfristig zum Einsatz kommen.

Immer wieder bereiten im Ruhrgebiet unerwartete Hohlräume im Bau und Verkehr Probleme.

Ende des Jahres 2013 hatte ein einsturzgefährdeter Bergbaustollen unter den Gleisen in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs wochenlang den Zugverkehr im Ruhrgebiet ausgebremst. Bis die Hohlräume mit Beton verfüllt waren, durften Züge darüber nur Schritttempo fahren oder wurden ganz umgeleitet. Im Januar war die Autobahn 43 bei Witten teilweise gesperrt worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Abgesackte Straßen, Risse in Häusern: Bergschäden in NRW

(lnw)
Mehr von RP ONLINE