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Hochwasser Wupperal/Schwelm: Erneut Warnung vor Starkregen am Donnerstagabend

Nach Hochwasser : Erneute Warnung vor Starkregen in Wuppertal und Schwelm

Für Wuppertal und Teile des Ennepe-Ruhr-Kreises hat der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend erneut vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen gewarnt.

Innerhalb einer Stunde könnten dabei bis zu 40 Liter Regen fallen. Auch vor Sturmböen wurde gewarnt. Eine amtliche Unwetterwarnung galt zunächst bis 20.45 Uhr. Auch nordöstlich davon in Hagen, Dortmund, im Kreis Unna und in Hamm warnte die Wetterbehörde am Abend vor starkem Gewitter mit kräftigem Regen.

Die Anwohner entlang der Wupper waren in der Nacht auf Donnerstag durch Sirenen geweckt und aufgefordert worden, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen. Es bestehe akute Lebensgefahr. In Wuppertal stellte die Justiz die Rechtsprechung ein. Das Justizzentrum liegt auf einer Insel inmitten der Hochwasser führenden Wupper.

Ein unkontrollierter Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald konnte im letzten Moment verhindert werden. In Hückeswagen lief die Bevertalsperre über. Mehr als 1000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Zudem wurden angrenzende Ortschaften und Häuser evakuiert.

NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) machte sich in Altena und in Hagen ein Bild von der Lage. Eine Reise durch Süddeutschland hatte Laschet abgebrochen und auch seine Teilnahme an der CSU-Klausur im bayerischen Seeon abgesagt. „Das ist eine zu ernste Lage“, sagte Laschet in Hagen.

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Den Opfern der Starkregen-Katastrophe versprachen er und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Hilfe. „Wir werden die Kommunen und Betroffenen nicht allein lassen“, sagte Laschet. Alle parteipolitischen Fragen müssten in einer solchen Situation in NRW zurückstehen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) brach seinen Urlaub ab und kehrte aus dem Norden nach NRW zurück, um sich in den besonders betroffenen Regionen über die Lage zu informieren. „Viele Menschen werden weiterhin vermisst. Das bestürzt mich zutiefst“, sagte Reul. Alle verfügbaren Kräfte seien im Einsatz, um den Menschen im Land zu helfen. Hilfe komme auch aus anderen Bundesländern, von der Bundeswehr und von der Bundespolizei.

(mba/dpa)