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Hochwasser: NRW und Rheinland-Pfalz wollen sich bei Wiederaufbau abstimmen

Nach der Flutkatastrophe : NRW und Rheinland-Pfalz wollen sich bei Wiederaufbau abstimmen

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und seine rheinland-pfälzische Kollegin Daniela Schmitt haben einen mehrjährigen Aufbaufonds beschlossen. Betroffene Unternehmen sollen etwa zinsgünstige Darlehen bekommen.

Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben nach der Flutkatastrophe eine schnelle Aufbauhilfe vom Bund gefordert, damit die regionale Wirtschaft wieder in Gang gebracht werden kann. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt sagte am Freitag nach einem Treffen mit ihrem NRW-Kollegen Andreas Pinkwart (beide FDP) in Dernau (Kreis Ahrweiler), es sei für den Wiederaufbau enorm wichtig, die Wirtschaft vor Ort schnell wieder zum Laufen zu bringen. „Es geht darum, Betriebe zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und den Wiederaufbau auch gemeinsam mit der Kraft der Unternehmen vor Ort zu stemmen.“

„Die Zerstörungen in Industrie und Handwerk, im Einzelhandel, bei Hotels und Gaststätten, in Landwirtschaft und Weinbau sind immens“, erläuterten beide in einer gemeinsamen Erklärung nach einem Austausch mit Unternehmen im Katastrophengebiet. Umso wichtiger seien jetzt „rasche, gemeinsame, solidarische und belastbare Entscheidungen von Bund und Ländern mit dem Ziel, die Unternehmen in den betroffenen Regionen zu unterstützen“.

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In einem Zehn-Punkte-Papier sprachen sich Schmitt und Pinkwart für einen mehrjährigen Aufbaufonds aus, der beiden Ländern Planungssicherheit gebe. Der Bundesanteil an den Hilfen sollte mindestens 50 Prozent betragen. Beide vereinbarten eine enge Abstimmung und nahmen sich „weitgehend übereinstimmende Richtlinien für die Aufbauhilfe für die Unternehmen in beiden Ländern“ vor. Zur Überbrückung einer möglichen Lücke bis zur Auszahlung von Aufbauhilfen für betroffene Unternehmen solle es zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen geben.

„Die Hochwasserkatastrophe hat beispielloses Leid verursacht und tausende Unternehmen in beiden Ländern hart getroffen“, erklärte Pinkwart. Beide Landesregierungen wollten alle Instrumente nutzen und Kräfte mobilisieren, um den Wiederaufbau zu schaffen.

(bora/dpa)