1. NRW
  2. Panorama

Hochwasser NRW: Rhein-Pegel steigt steigt weiter

Hochwasser in NRW : Pegel am Rhein steigt weiter - Entspannung an den Nebenflüssen

Am Wochenende ist das Hochwasser im Rhein stark gestiegen. Für die Schifffahrt gibt es erste Einschränkungen. An den Nebenflüssen sinkt der Wasserstand, neue Niederschläge sind aber schon in Sicht.

Die Menschen am Rhein in Nordrhein-Westfalen müssen sich wohl noch bis Mittwoch auf steigende Wasserstände einstellen. Am Pegel Köln wird für den frühen Mittwoch mit einem Höchststand gerechnet, berichtete am Sonntag das Hochwassermeldezentrum Rhein. Danach werde der Pegelstand wegen der erwarteten Regenfälle aber nicht sofort sinken. „Das wird wohl eine langgezogene Welle“, sagte eine Sprecherin der Kölner Stadtentwässerungsbetriebe.

Am Wochenende waren die Pegelstände stark gestiegen. In Köln wurden am Sonntagmittag 7,30 Meter gemessen. Die Hochwassermarke 1, ab der erste Einschränkungen für die Schifffahrt gelten, war 24 Stunden zuvor überschritten worden. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und im mittleren Stromdrittel fahren.

In Neuss war das Hochwasser spektakulär für Spaziergänger am Rhein, doch er könne bei dieser Lage noch ruhig schlafen, betont Deichgräf Gerd Eckers. Für Mitte der Woche erwartet Eckers derzeit einen Pegelstand von acht Metern.Erst ab 8.30 Meter am Düsseldorfer Pegel werde die Einsatzbereitschaft erhöht, und erst bei 9.30 Metern müsste in Uedesheim das erste Deichtor geschlossen werden.

Der Hochwasserinformationsdienst des NRW-Landesumweltamts (Lanuv) rechnet für den Pegel Köln für Mittwochmorgen mit einem Pegelstand von 8,00 bis 8,40 Metern. Die Hochwassermarke 2 wird bei 8,30 erreicht, dann müsste der Schiffsverkehr eingestellt werden. In Duisburg wird dann ein Pegelstand von 9,00 bis 9,50 Metern erwartet.

  • Hohe Pegelstände in NRW : Hochwasser am Rhein steigt weiter – Probleme für Schifffahrt
  • Schneeschmelze und Regen lassen den Pegel
    Schneeschmelze und viel Regen : Rheinpegel für Krefeld steigt bis Sonntag auf 8,22 Meter
  • Zahlreiche Menschen sind mit ihren Schlitten
    Schanzenpark von Polizei gesperrt : Schnee verführt in Hamburg und Berlin zum Gruppenrodeln

Die Städte und Gemeinden am Rhein hatten sich bereits in den vergangenen Tagen auf das Hochwasser vorbereitet. Parkplätze in Rheinnähe wurden gesperrt und dort stehende Fahrzeuge abgeschleppt. Im Kölner Stadtteil Rodenkirchen hatten Arbeiter am Freitag Schutzwände aufgebaut, Fluttore wurden hochgefahren. Die Schutzwand vor der Altstadt werde aber höchstwahrscheinlich nicht aufgebaut. Die Durchgänge zur Altstadt müssten erst bei einem Pegelstand von 8,60 Metern geschlossen werden.

An den kleineren Flüssen in NRW hat sich die Hochwasserlage beruhigt. An der Rur in der Eifel weisen die Wasserstände eine
fallende Tendenz auf, hieß es beim Lanuv. Auch an der Sieg fallen die Wasserstände kontinuierlich. Auch an der Ruhr im Sauerland liegen alle Pegelstände derzeit unter der Meldegrenze. Am Dienstag könnte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in NRW wieder kräftiger regnen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hochwasser im Rhein im Januar und Februar 2021

(top/dpa)