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Hochwasser in NRW: Staatsanwaltschaften Köln und Aachen prüfen Aufnahme von Ermittlungen

Nach Hochwasser in NRW : Staatsanwaltschaften Köln und Aachen prüfen Aufnahme von Ermittlungen

Bereits am Montag hat die Staatsanwaltschaft in Koblenz mitgeteilt, unter anderem einem Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung nachzugehen. Auch in Nordrhein-Westfalen könnte es nun zu Ermittlungen kommen.

Fast drei Wochen nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz prüft die Kölner Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen. Dazu müsse zunächst das "gesamte Schadensbild" in den Blick genommen werden, um zu prüfen, ob überhaupt ein strafrechtliches Verhalten vorlag, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Gegen wen sich etwaige Ermittlungen richten würden, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nicht sagen.

Die Staatsanwaltschaft Aachen erklärte, im Rahmen von Vorermittlungen werde geprüft, ob ein Anfangsverdacht bestehen könnte. Es werde ergebnisoffen geprüft, ob jemand für mögliche Folgen wie Verletzungen oder Tote kausal verantwortlich gemacht werden könne. Die Prüfung gehe von einer womöglich zu späten Warnmeldung bis hin zu Fehlern vor Ort. Die Aachener Behörde ist für den nördlichen Teil des Kreises Euskirchen sowie die Region um Stolberg und Eschweiler zuständig. Die „Aachener Zeitung“ hatte zuvor über die Vorermittlungen berichtet.

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Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Koblenz mitgeteilt, dass sie die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal prüft. Es gebe den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung infolge möglicherweise unterlassener oder verspäteter Warnungen oder Evakuierungen, hieß es von der Behörde.

(chal/AFP)