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Hochwasser: Die Spendenbereitschaft ist groß

Mehrere Millonen Euro : Große Spendenbereitschaft nach Überflutungen

Nach der Hochwasserkatastrophe haben mehrere Organisationen zu Spenden für die Opfer aufgerufen. Die Hilfsbereitschaft ist teilweise so groß, dass die Banken mit den Buchungen nicht hinterherkommen.

Die Spendenbereitschaft nach der Hochwasserkatastrophe ist groß. Mehrere Organisationen riefen zu Sach-und Geldspenden für die Hochwasseropfer auf. Wie viel Geld inzwischen angekommen ist, können aber noch nicht alle Organisationen beantworten. Das liegt zum Teil an den vielen und hohen Beträgen, die auf die Konten der Hilfsorganisationen landen.

„Unser System ist überlastet“, sagt eine Sprecherin der „Aktion Deutschland hilft“. Das habe es bisher noch nie gegeben. Und das sei ein gutes Zeichen: Momentan werde so viel Geld gespendet, dass die Banken mit den Buchungen kaum hinter herkommen. Deswegen könne man auch keinen aktuellen Stand zu den Spendensummen mitteilen – „wir haben da selber aktuell keinen Überblick“, sagt die Sprecherin.

Andere Spendeninitiativen hingegen können schon erste Meldungen abgeben. So wurde für die zwei Spendenintiativen für die Hochwasseropfer in Iserlohn, die zwei örtliche Vereine über die Plattform „Heimatcrowd“ initiiert haben, bis Dienstagmittag gut 69.600 Euro gespendet. Auf dem Spendenkonto des Arbeiter-Samariter-Bund sind bislang etwa 35.000 Euro eingegangen.

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) konnte bis zum Dienstagnachmittag Spenden in Höhe von fünf Millionen Euro einsammeln. Beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe sind bis zum Montag Spenden in Höhe von 500.000 Euro eingegangen.

Um den Eingang von Spenden zu erleichtern, haben die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen infolge des Hochwassers Katastrophenerlasse verabschiedet. In ihnen wird unter anderem festgelegt, dass für einen Spendennachweis die Buchungsbestätigung – zum Beispiel als Kontoauszug – ausreicht. Das gilt für Spenden, die bis zum 31. Oktober 2021 auf ein Sonderkonto eingezahlt werden, auf dem Geld für Katastrophenhilfen gesammelt wird. Geldgeber können bis zu 20 Prozent ihres jährlichen Spendenbetrags von Steuer absetzen.