Hilfsorganisationen warnen vor Fachkräftemangel im Rettungsdienst.

Fachkräftemangel in NRW : Kaum Bewerber - Hilfsorganisationen suchen händeringend Notfallsanitäter

Hilfsorganisationen warnen vor einem Fachkräftemangel im Rettungsdienst. Dass es zu wenige Bewerber gibt, liegt zum einen am demografischen Wandel - aber auch am Streit ums Geld.

„Auf ausgeschriebene Stellen melden sich kaum Bewerber“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Nordrhein. Auch Johanniter und Feuerwehr suchen händeringend Notfallsanitäter. Neben der demografischen Entwicklung wird die Situation nach Angaben der Organisationen durch einen Streit um die Finanzierung verschärft.

Zwar sehen die gesetzlichen Regelungen vor, dass die Krankenkassen die Kosten für die Notfallsanitäter-Ausbildung übernehmen müssen. Doch diese wehren sich dagegen. „Es kann nicht sein, dass die Krankenkassen die Notfallsanitäter-Ausbildung zu 100 Prozent finanzieren sollen“, sagte eine Sprecherin des Verbands der Ersatzkassen (VdEK).

Der Beruf des Notfallsanitäters war 2014 neu geschaffen worden und soll den bisherigen Rettungsassistenten ersetzen. Die Unstimmigkeiten bei der Finanzierung führen nach Angaben der Hilfsorganisationen zu Verzögerungen bei der Aus- und Weiterbildung und damit zu einer Verstärkung des Fachkräftemangels.

(lukra/dpa)
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