Herne: Giftige Kobra eingefangen - Stadt sucht nach Hinweisen zu Schlangen-Besitzer

Giftige Schlange wieder eingefangen : Stadt Herne sucht nach Hinweisen zu Kobra-Besitzer

Die Monokelkobra in Herne ist nach tagelanger Suche gefunden und eingefangen. Doch wer ist verantwortlich für das Tier? Kann jemand für den Einsatz zur Kasse gebeten werden? Die Ermittlungen laufen.

Bei der Suche nach dem Halter der Giftschlange von Herne hat die Stadt am Montag erneut die Wohnung des mutmaßlichen Schlangenhalters unter die Lupe genommen. Die Stadt geht weiterhin davon aus, dass die Schlange dem jungen Mann gehört, der in seiner Wohnung mehr als 20 Schlangen gehalten hatte.

„Die Stadt Herne wird weiter in der Wohnung nach Indizien dafür suchen, dem mutmaßlichen früheren Besitzer nachzuweisen, dass ihm die Schlange zuzuordnen ist“, hieß es in einer Mitteilung. Dies geschehe, um entstandene Kosten von ihm zurückfordern zu können. „Die Wohnung wurde versiegelt, sodass er zunächst nicht in seine Wohnung zurückkehren sollte.“ Bis man etwas zur Höhe der Kosten sagen könne, werde es noch einige Tage dauern.

Die hochgiftige Monokelkobra war am Freitag nach tagelanger Suche außen an dem Mehrfamilienhaus in Herne gefangen worden. Bis auf den mutmaßlichen Halter seien inzwischen alle Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Der Mann war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Stadt hatte am Montag vergangener Woche alle Tiere aus der Wohnung holen lassen. Neben 22 Schlangen und einer Schmuckschildkröte habe man neun Mäuse mit fünf Würfen und 16 Ratten sichergestellt, hieß es. Ausdrücklich habe der Halter auf sein Eigentum verzichtet, sagte eine Sprecherin. Die Stadt habe die Tiere dann an Reptilienexperten weitergegeben. Ihnen gehörten die Tiere nun.

Was mit den Tieren geschehen soll, wurde am Montag nicht bekannt. Auch die tagelang gesuchte Giftschlange befinde sich nun im Besitz eines Schlangenexperten. Eine im Keller gefundene Schlangenhaut soll in Kürze mit der gefundenen Schlange abgeglichen werden. Falls notwendig, sei auch ein DNA-Test möglich.

Die Polizei Bochum hat in dem Fall weiterhin keine Ermittlungen aufgenommen. Mögliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werde die Stadt prüfen, sagte ein Sprecher.

Die Monokelkobra war am Sonntag vorvergangener Woche in einem Treppenhaus des Gebäudes von einer Bewohnerin entdeckt worden. Der Wohnkomplex war aus Sicherheitsgründen daraufhin evakuiert worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die lange Suche nach der gefährlichen Kobra in Herne

(mba/dpa)
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