Hells Angels: Ortsclub Ostheim löst sich nach Schüssen in Köln auf

Nach Schüssen in Köln: Ortsclub Ostheim der Hells Angels löst sich auf

Der Ortsclub Ostheim der Rockergruppe Hells Angels hat seine Auflösung bekanntgegeben. In der Nacht zu Montag war es zu Schüssen auf ein Lokal in der Kölner Innenstadt und anschließenden Festnahmen gekommen.

Der Anwalt des sogenannten Charters habe sich am Dienstag per Fax an das NRW-Innenministerium gewandt und die Auflösung mitgeteilt, sagte ein Ministeriumssprecher. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und der "Express" berichtet.

Drei Männer aus der Rockerszene, die in der Nacht zu Montag auf die leerstehende Gaststätte gefeuert haben sollen, waren kurz danach festgenommen worden. Die Verdächtigen sind nach dpa-Informationen Mitglieder der Ostheimer Hells Angels. Die betroffene Kneipe gilt als Treffpunkt einer rivalisierenden Rockergruppierung. Weil die Räume aber gerade umgebaut werden, hielt sich nach Polizeiangaben zur Tatzeit niemand dort auf.

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Laut Polizei hatte ein Zeuge die Tat beobachtet. Er soll gesehen haben, wie die Männer mehrfach in Richtung der Fassade des Lokals schossen und dann wegrannten. Wenig später stoppten Streifenbeamte das Auto der drei Verdächtigen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren und fanden darin eine Schusswaffe, ein Messer und Reizgas. Gegen die Festgenommenen werde nun ermittelt, hieß es am Montag.

(gaa)