1. NRW
  2. Panorama

Heißester Tag 2020 erwartet – bis zu 38 Grad in NRW

Bis zu 38 Grad in NRW : Wetterdienst erwartet heißesten Tag des Jahres

Wochenend und Sonnenschein, aber so was von: Dieser Samstag könnte der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Um Waldbrände schnell entdecken zu können, starten Überwachungsflüge.

Für diesen Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst Höchsttemperaturen von 38 Grad und damit einen neuen Jahres-Höchstwert in NRW. Es komme zum Teil zur einer „extremen Wärmebelastung“ ab den Mittagsstunden. Am Nachmittag und Abend können im Nordosten vereinzelt auch kräftige Gewitter aufziehen - dann sind auch Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. In den Ballungsräumen gibt es häufig sogenannte „tropische Nächte“, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, sagte DWD-Meteorologin Ines von Hollen am Freitag in Essen.

Bereits am Freitag war es mit rund 36 Grad in Nordrhein-Westfalen am heißesten. Der Höchstwert wurde laut DWD mit 36,2 Grad in Tönisvorst gemessen, es folgten Köln mit 35,7 Grad und Kleve mit 35,6 Grad. Auch am Samstag soll die größte Hitze mit bis zu 38 Grad wieder im Westen herrschen. Von einem Temperaturrekord in Deutschland ist die hochsommerliche Hitze ab noch einige Grad entfernt - im Juli des vergangenen Jahres wurde die 42-Grad-Marke geknackt.

Und Abkühlung ist kaum in Sicht, es bleibe grundsätzlich heiß. „Sonntag gibt es vielleicht mal Hitzegewitter.“ Im Osten von NRW können sich einige Wolken blicken lassen - ab dem späten Nachmittag vereinzelt auch wieder mit Blitz und Donner. Ansonsten scheint überall verbreitet die Sonne. Die Temperaturen erreichen 31 bis 36 Grad - im Westen sind laut DWD sogar wieder bis zu 38 Grad möglich.

Die bisher höchste Temperatur des Jahres 2020 hatte der DWD am 31. Juli in Weilerswist (Kreis Euskirchen) mit 36,9 Grad gemessen. Vom Allzeit-NRW-Rekord ist das aber noch deutlich entfernt: Im niederrheinischen Tönisvorst hatte das Thermometer vor rund einem Jahr 41,2 Grad gezeigt.

Waldbrandgefahr steigt

Der ausbleibende Regen und die große Hitze sorgen für steigende Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Aus Sicherheitsgründen unternehmen die Behörden daher an diesem Wochenende in einigen Landesteilen erste Überwachungsflüge. Im Regierungsbezirk Düsseldorf sind zunächst Samstag und Sonntag je zwei Flüge geplant, wie die Bezirksregierung am Freitag mitteilte. Durchgeführt werden sie von der Polizeifliegerstaffel. An Bord sind jeweils geschulte Feuerwehrleute. Abgeflogen werden sollen vor allem die großen Waldgebiete am Niederrhein.

Im Regierungsbezirk Köln sollen ab Samstag Überwachungsflüge mit Polizeihubschraubern oder Flugzeugen stattfinden. „Aktuell planen wir einen Flug täglich in der zweiten Tageshälfte. Bei sich verschärfender Lage würden wir zwei Flüge täglich planen“, erklärte ein Behördensprecher. In den Regierungsbezirken Münster und Arnsberg sind an diesem Wochenende noch keine Flüge geplant.

(hebu/dtm/dpa)