Hambacher Forst: Polizei zählt bis August 2018 80 Straftaten

Protest gegen Rodung: Polizei zählt 2018 bisher mehr als 80 Straftaten im Hambacher Forst

Der Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen gilt als Symbol des Widerstands gegen den Kohleabbau. Laut Polizei haben die Braunkohlegegner in diesem Jahr schon mehr als 80 Straftaten begangen.

Das berichtet die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ unter Berufung auf die Aachener Polizei. Bis Ende August seien 88 Straftaten im Zusammenhang mit dem Wald gezählt worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der Energiekonzern RWE will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen. Gegen die Pläne gibt es seit langem Proteste, unter anderem von Waldbesetzern.

  • Schutz durch Hunderte Polizisten : RWE räumt Barrikaden von Aktivisten im Hambacher Forst

Dem Bericht zufolge geht es bei den registrierten Fällen etwa um einen besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs, versuchte gefährliche Körperverletzung sowie die „Störung öffentlicher Betriebe“.

Unter anderem hätten Unbekannte die Radmuttern eines abgestellten RWE-Fahrzeugs gelöst und Wurfanker auf die Oberleitung der Hambachbahn geschmissen. Zudem seien RWE-Mitarbeiter und Polizisten in mehreren Fällen mit Steingeschossen oder Feuerwerkskörpern angegriffen worden. Im Vorjahr seien es dem Innenministerium zufolge 164 Straftaten gewesen.

(see/dpa)
Mehr von RP ONLINE