Hambacher Forst: Braunkohle-Gegner ohne Namen vor Gericht in Kerpen

Identität nicht bekannt: Braunkohle-Gegner ohne Namen vor Gericht in Kerpen

Wieder stehen Aktivisten vom Braunkohletagebau Hambach in Kerpen vor Gericht. Aber zum ersten Mal wissen die Richter nicht, mit wem sie es zu tun haben. Die Angeklagten weigern sich, ihre Identität preiszugeben.

Vor dem Amtsgericht Kerpen beginnt am Donnerstag um 14 Uhr ein Verfahren gegen vier Umweltaktivisten. Ihre Identität ist den Behörden nicht bekannt, deshalb saßen sie ungewöhnlich lange in Untersuchungshaft.

Die Beschuldigten sollen sich aus Protest gegen weitere Rodungen im Hambacher Wald an Holzkonstruktionen angekettet oder sich in einem Erdloch verschanzt haben. Nach Angaben des Gerichts wird ihnen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

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Das Gericht kennt weder Namen, Alter, noch Nationalität oder Anschrift der Angeklagten. Seit der Festnahme im Januar verweigern sie Angaben zu ihrer Identität, wie das Amtsgericht mitteilte. Bei der Festnahme hatten sie nach Polizeiangaben sogar ihre Fingerkuppen verklebt, damit keine Fingerabdrücke genommen werden konnten.

Da die vier Angeklagten unter diesen Umständen für die Justiz nicht mehr greifbar gewesen wären, sitzen sie seit der Blockade Mitte Januar in Untersuchungshaft.

(see)
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