Hambacher-Forst-Aktivisten wollen angeblich Rosenmontagszug 2019 blockieren

Kölner Polizei prüft Drohungen : Hambacher-Forst-Aktivisten wollen angeblich Rosenmontagszug blockieren

Anti-Kohle-Aktivisten aus dem Hambacher Forst wollen angeblich mit Sitzblockaden den Rosenmontagszug in Köln lahmlegen. Die Polizei prüft jetzt, wie ernst gemeint die Drohung ist.

Die Polizei prüft Hinweise, nach denen Anti-Kohle-Aktivisten den Kölner Rosenmontagszug mit einer Sitzblockade lahmlegen wollen. Es werde untersucht, wie ernst die Hinweise zu nehmen seien. Erst aufgrund eigener Erkenntnisse werde entschieden, ob das Sicherheitskonzept angepasst werden muss, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der „Express“ berichtete, es gebe Hinweise, „dass linksextreme Chaoten den Kölner Rosenmontagszug stoppen wollen“. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will bei dem Zug in einer maßgeschneiderten Uniform auf einem Wagen mitfahren. Der Innenminister gilt bei den Aktivisten als eine Art Reizfigur, nachdem es bei der groß angelegten Baumhaus-Räumung im Braunkohlegebiet am Hambacher Forst zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen dem Minister und den Aktivisten gekommen war.

„Für uns ist es wichtig herauszufinden, ist das tatsächlich geplant, ist das eine Fake News, ist das keine, gibt es da möglicherweise schon Planungsdaten“, sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen hätten auf breiter Ebene begonnen. „Sicherheit in Köln bei so einem Großevent mit vielen Hundertausend Menschen zusätzlich hat höchste Priorität für uns“, sagte der Sprecher.

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Vor wenigen Tagen hatte ein Kohlegegner nach Medienberichten über eine Kostümanprobe des Ministers für den Zug getwittert: „Liebe Freunde des #HambacherForst, wäre das nicht ein Grund am 4.3.2019 den Karnevalszug in Köln zu besuchen? Vermummung ist ja am Rosenmontag ausdrücklich erwünscht. Rosenmontag in Köln: Innenminister Reul auf Wagen der Roten Funken“.

(mba/dpa)