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Hambacher Forst: Aktivisten werfen Molotowcocktails

Bericht des Innenministeriums : Aktivisten werfen am Hambacher Forst mit Molotowcocktails

Die vermeintlichen Umweltaktivisten rund um das Tageabbaugebiet Hambach in der Jülicher Börde attackieren offenbar immer öfter Wachleute, RWE-Mitarbeiter und Polizeikräfte. So griffen zum Beispiel am 22. Februar dieses Jahres 20 Vermummte die Mitarbeiter des RWE-Konzerns während Rodungsarbeiten an.

Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums hervor, der unserer Redaktion vorliegt. Demnach beschossen die Angreifer die Arbeiter gezielt mit Steinen, Zwillen, Pyrotechnik und Molotowcocktails. Die Täter zerstörten zudem Scheiben eines zurückgelassenen Fahrzeugs, bevor sie es in Brand setzten und unerkannt in das angrenzende Waldgebiet flüchteten.

Seit einigen Jahren halten Aktivisten im Hambacher Forst ein Waldstück besetzt. Sie protestieren damit gegen den Tagebau. Dem Bericht zufolge ereigneten sich allein seit Oktober vergangenen Jahres rund um den Hambacher Forst insgesamt an 51 Tagen gewalttätige Vorfälle. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung, der Sachbeschädigung, des Haufriedensbruchs, der Störung öffentlicher Betriebe und der Brandstiftung.

"In Einzelfällen haben Personen dadurch bereits Verletzungen davon getragen — offensichtlich wird dies von den Tätern billigend in Kauf genommen", heißt es in dem Bericht wörtlich.

Marc Lürbke, innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, fordert, dass endlich konsequent gegen die Straftäter vorgegangen wird. "Der Hambacher Forst ist doch nicht der Sherwood Forest! Wie lange will der Rechtsstaat hier eigentlich noch zusehen? Wer Polizeibeamte verletzt, begeht klare Straftaten, die umgehend rechtsstaatlich verfolgt und unterbunden werden müssen", betonte Lürbke.