Halloween 2019 in NRW: Diese Polizei-Einsätze gab es

Rocker-Einsatz und Eierwerfer : So lief Halloween 2019 für die NRW-Polizei

Halloween 2019 ist vorbei, die meisten Gruselfans haben friedlich gefeiert. Doch für die Polizei gab es in NRW eine ganze Reihe Einsätze - nicht nur wegen Ruhestörung.

Hagen Mit einem Großaufgebot hat die Polizei Menschen und Fahrzeuge im Umfeld einer geplanten Halloween-Party im Vereinsheim eines Rockerclubs in Hagen kontrolliert. Rund 150 Beamte waren vor Ort. Es ging auch um den unerlaubten Ausschank von Alkohol.

Duisburg Die Polizei rückte zu rund 50 Halloweeneinsätzen aus. Bürger alarmierten unter anderem wegen Eier werfender Geister, laut grölender Skelette oder randalierender Vampire die Ordnungshüter. Sieben Strafanzeigen wegen Sachbeschädigungen, eine wegen Taschendiebstahls und zwei Anzeigen wegen Körperverletzung sind das Ergebnis der Nacht der Untoten. Am Donnerstagabend ging ein Notruf bei der Leitstelle ein, weil Jugendliche am Meidericher Bahnhof Kirmesbesucher mit Böllern und Eiern bewerfen sollten. Als die Polizisten eintrafen, prügelten sich mehrere Männer. Die Beamten trennten die Kontrahenten, erteilten am Veranstaltungsort insgesamt über 30 Platzverweise und schrieben eine Anzeige. Trotz zweiter Leichtverletzter benötigte niemand einen Rettungswagen.

Wesel Die Polizei im Kreis Wesel berichtete am Freitagmorgen von 37 Einsätzen mit Bezug auf Halloween, verteilt über das gesamte Kreisgebiet. Sie berichtete von Randalierern, Sachbeschädigung durch Eierwerfer, Ruhestörungen und vereinzelten Körperverletzungen.

Mönchengladbach Insgesamt wurden knapp 20 Einsätze mit Halloweenbezug gefahren, teilte die Polizei mit. Hierbei handelte es sich in der Hauptsache um Sachbeschädigungen. Die Polizei nahm vier Anzeigen wegen Körperverletzung auf, bei denen zwei Personen leicht verletzt wurden. Vier Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen und konnten nach Ausnüchterung wieder entlassen werden.

Viersen Zu 18 Einsätzen mit Halloweenbezug wurde die Kreispolizei gerufen. Ein 29-jähriger Deutscher aus Nettetal leistete Widerstand und wurde ins Polizeigewahrsam gebracht. Die Polizei nahm drei weitere Strafanzeigen auf, wegen einer Körperverletzung und zwei Sachbeschädigungen. Außerdem waren einige Eierwerfer unterwegs.

Düsseldorf Für die Düsseldorfer Polizei war der Start ins lange Wochenende „wie andere Altstadt-Abende auch - es gab viel zu tun, aber keine schwerwiegenden Sachverhalte“. Das sagte eine Sprecherin. Die Beamten seien aber auch gut aufgestellt gewesen, betonte sie.

Köln „Keine größeren Aktionen“ waren der Domstadt-Polizei am Freitagmorgen bekannt. Ein Sprecher sagte, es habe ähnlich viele Einsätze wie an anderen Halloween-Abenden gegeben, darunter auch einzelne Fälle von Eierwerfern.

Gelsenkirchen Die Polizei meldete hier am Freitagmorgen insgesamt 44 Einsätze „mit erkennbarem Halloween-Bezug“. Strafanzeigen wurden drei Mal gestellt, wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Am häufigsten rückte die Polizei in Gelsenkirchen wegen Ruhestörung aus, hier meldeten die Beamten mehr als 30 Fälle. Zweimal wurde Pyrotechnik abgebrannt, viermal rückte die Polizei wegen Kindern aus, die mit Eiern warfen. Insgesamt erteilte die Polizei 20 Platzverweise, fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Sollten im Laufe des Tages weitere Einsätze aus anderen Städten bekannt werden, aktualisieren wir diesen Text entsprechend.

Außerhalb von NRW Auch hier gab es Einsätze für die Polizei. Rund 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben in Hamburg-Allermöhe Polizisten mit Eiern beworfen und Pyrotechnik gezündet. Verletzte gab es bei dem Vorfall nicht, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstagabend. Niemand sei festgenommen worden. Die jungen Leute hatten sich auf dem Fleetplatz im Südosten der Stadt versammelt. Mit verstärkter Polizeipräsenz habe man die Lage in den Griff bekommen, sagte der Sprecher. Auch im weiteren Stadtgebiet kam es an Halloween zu Vorfällen und Auseinandersetzungen. Unter anderem in Harburg sei ein Polizeiwagen mit Eiern beworfen worden, in Bahrenfeld kam es - ebenfalls nach einem Eierwurf - zu einer kleineren Schlägerei. Insgesamt sei es für Halloween aber „ziemlich ruhig geblieben“, sagte der Sprecher.

(hebu/seda/dpa)