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Hakenkreuz in Streifenwagen im Kreis Lippe entdeckt

Staatsschutz ermittelt : Hakenkreuz in Streifenwagen im Kreis Lippe

Jemand hat in einen Streifenwagen hinter die Sonnenblende ein Hakenkreuz geschmiert. Das Fahrzeug ist erst vor kurzem zugelassen worden. Der Staatsschutz ermittelt jetzt alle Personen, die Zugang zum Auto hatten.

Nach dem Fund eines Hakenkreuzes in einem Streifenwagen der Polizei des Kreises Lippe hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Einer Beamtin war das aufgemalte verbotene Zeichen am Freitag am Fahrzeughimmel beim Herunterklappen der Sonnenblende auf der Fahrerseite aufgefallen. Das teilte die Polizei in Bielefeld mit. Die Beamtin habe sofort ihre Vorgesetzten informiert. Die schalteten den Staatsschutz ein. Der wird bei politisch motivierten Straftaten aktiv.

Der Streifenwagen war Mitte Mai als Neuwagen von der Polizei im Kreis Lippe übernommen worden. Das aufgemalte Hakenkreuz ist laut Mitteilung etwa 1,5 mal 1,5 Zentimeter groß und nur bei umgeklappter Sonnenblende sichtbar.

„Noch ist nicht klar, mit welcher Motivation und durch wen dieses Kennzeichen in dem Streifenwagen angebracht wurde. Fest steht: das Hakenkreuz ist ein verfassungsfeindliches, verbotenes Symbol. Die Schmiererei ist unerträglich und wir werden alles daran setzen, nachzuverfolgen, wer der Verfasser ist“, sagte Bielefelds Polizeipräsidentin Katharina Giere laut Mitteilung. Da der Streifenwagen in einer externen Werkstatt war, kommen nicht nur Beschäftigte der Polizei für die Straftat infrage.

(chal/dpa)