Hacker-Angriffe in NRW sind rückläufig

Cyberattacke in NRW: Immer häufiger stecken Amateure hinter Hacker-Angriffen

In Nordrhein-Westfalen registriert das Cyberabwehrzentrum des Landeskriminalamtes immer weniger Hacker-Angriffe. Für die Angriffe sind oft Laien verantwortlich.

In Nordrhein-Westfalen gibt es offenbar immer weniger Hacker-Angriffe. „Im Vergleich zum Jahr 2016 ist ein genereller Rückgang der registrierten Fälle zu verzeichnen“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) unserer Redaktion. Demnach ging die Zahl der Hackerangriff im Jahr 2017 um rund 730 Fälle von 4979 auf 4247 zurück. Darunter fallen Straftaten wie Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten. Eine Auswertung für das Jahr 2018 liegt laut LKA noch nicht vor.

 Betroffen von den Hackerangriffen seien in NRW Privatpersonen, Firmen, Krankenhäuser und Behörden. „Es gibt unterschiedliche Tätertypen, wie unabhängige Einzeltäter, professionalisierte Gruppen oder staatliche Akteure“, sagt der LKA-Sprecher. Die Täter handelten aus wirtschaftlichen, politischen oder persönlichen Gründen. Und bei den Tätern soll es sich auch immer häufiger um Laien handeln. „Die Anzahl derer, die ohne fundiertes Wissen auf im Internet verfügbare Angebote von Schadsoftware, Dienstleistungen und entsprechende Werkzeuge zurückgreift, steigt dabei kontinuierlich“, sagte der Sprecher. Auch  bei dem 20-Jährigen, der hinter dem großen Datenhack auf Politiker und Prominente stecken soll, handelt es sich laut Ermittler nicht um einen Super-Hacker, sondern um eine ganz normale Privatperson.

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 Das LKA warnt: Hackerangriffe sind  grundsätzlich auf alle Systeme möglich, die eine Verbindung zum Internet haben. Deshalb sollte man immer verschiedene Passwörter verwenden und diese auch niemanden weitergeben. Zudem sollte man seine Systeme regelmäßig aktualisieren, so die Sicherheitsbehörde. „Und prüfen Sie bei jeder Installation neuer APPs die verlangten Zugriffsfreigaben, insbesondere auf Adressbuch, Standortdaten  kritisch“, betont der Sprecher des LKA.

(csh)
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