"Gumball 3000" Rallye führte durch NRW

Nobelkarossen auf Autobahnen: Polizei kontrolliert Gumball-Rallye in NRW

73 Teilnehmer aus aller Welt sind am Dienstagabend mit ihren Luxuskarossen über die Autobahnen in NRW gefahren. Anlass war die, vor allem in Amerika bekannte, "Gumball 3000" Rallye. Nur unter Auflagen der Polizei durften die Fahrer deutsche Autobahnen passieren.

Augenzeugen berichteten von zahlreichen aufgepimpten Nobelkarossen, die am Dienstag über Autobahnen in NRW rasten. Es handelte sich dabei um Teilnehmer der "Gumball 3000" Rallye. Es ging für die Fahrer von Stockholm nach Las Vegas. Der Weg führte sie dann über Deutschland und die Niederlande.

Eigentlich sind solche Rallyes in Deutschland verboten. In Absprache mit der Polizei und unter festgelegten Voraussetzungen durften die Fahrer deutsche Autobahnen dann aber passieren. "Wir haben vorab einen Auflagenkatalog festgelegt. Daran haben sich eigentlich fast alle Teilnehmer gehalten", sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion. Lediglich in Schleswig-Holstein habe es zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen gegeben.

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Seit 1999 findet das Spektakel in Amerika statt. Durch die ganze Welt fahren dann vermögende Autoliebhaber mit ihren aufgepimpten Autos. Auch bekannte Persönlichkeiten wie die Schauspieler Pamela Anderson und David Hasselhoff sowie Skateboardprofi Tony Hawk nahmen an der in vielen Länder als illegal eingestuften Rallye teil. In Deutschland war offiziell von keiner Rallye die Rede. Auf Twitter jedoch verfolgten viele Fans die Wege der Nobelkarossen von Bremen bis Emmerich.

In Bottrop mussten die Teilnehmer dann einen ungeplanten Zwischenstopp einlegen. "Wegen Staus haben die Fahrer in Absprache mit der Polizei ihre ursprünglich geplante Route geändert", sagte der Sprecher der Polizei Münster unserer Redaktion. Da die Teilnehmer auch in die Niederlande passieren mussten, übernahm dort die niederländische Polizei. Einige Kilometer liegen noch vor den Fahrern. Das Ziel ist Las Vegas.

(skr)
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