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Unwetter in NRW: Gewitter in Leverkusen sorgt für Einsatz auf A3

Unwetter in NRW : Gewitter in Leverkusen sorgt für Einsatz auf A3

Nach starken Regenfällen in der Nacht zu Freitag hatten Meteorologen auch im Laufe des Tages weitere Unwetter in ganz Nordrhein-Westfalen vorhergesagt. Für einige Teile von NRW hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Nachmittag eine amtliche Warnung herausgegeben.

Die Feuerwehr Leverkusen musste auf der Autobahn 3 zwei verstopfte Kanalzuläufe reinigen, damit das Wasser von der Fahrbahn ablaufen konnte. Zwischen 16.20 Uhr und 18 Uhr rückte die Feuerwehr zudem zu zwölf Einsätzen wegen vollgelaufener Keller aus. Die Kellerräume wurden leergepumpt. Insgesamt war die Feuerwehr mit zwölf Fahrzeugen und circa 60 Personen im Einsatz.

Meteorologin Jana Neuber vom DWD hatte im Vorfeld für Freitag und Samstag Niederschläge mit jeweils bis zu 35 Litern pro Quadratmeter bei Temperaturen über 20 Grad progostiziert. Am späten Nachmittag wurde diese Einschätzung durch amtliche Warnungen des DWD unterstützt. Unter anderem für den Kreis Mettmann, den Rhein-Erft-Kreis sowie die Städte Leverkusen, Solingen und Remscheid liegen Unwetterwarnungen vor. Neben Starkregen warnte der Wetterdienst auch vor Blitzeinschlägen und stürmischen Böen. Einsätze der Rettungskräfte hat es nach Information unserer Redaktion jedoch nur in LEverkusen gegeben, in Ratingen schien statt dem angekündigten Unwetter sogar kräftig die Sonne.

"Am Wochenende werden sich immer wieder mal Wolkenlücken auftun", sagte Jana Neuber vom DWD am Freitag in Essen. Erst am Sonntag werde das Wetter aufklaren. Dann werde es auch kühler mit Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad. Zum Wochenanfang sei dann nur noch mit örtlichen Schauern zu rechnen.

In der Nacht zu Freitag hatten heftige Regengüsse im östlichen Ruhrgebiet für gesperrte Fahrstreifen auf Autobahnen und überflutete Unterführungen gesorgt. In Lünen fielen innerhalb weniger Stunden 63 Liter Regen pro Quadratmeter.

Besonders heftig traf es Hamm, wo es stellenweise 67 Liter pro Quadratmeter regnete, fast die Hälfte davon innerhalb von 45 Minuten, wie der Lippeverband mitteilte. An der am schlimmsten betroffenen Stelle musste die Feuerwehr Anwohner mit Booten aus ihren Häusern fahren. Stellenweise stand das Wasser nach Angaben eines Feuerwehrsprechers noch am Freitagnachmittag bis zu 1,50 Meter hoch, weil ein Bach über die Ufer getreten und ein Pumpwerk ausgefallen war. Aus einigen Heizungsanlagen lief Öl aus.

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(ac)