Debatte um Organspende „Ich war schon zweimal in der Ewigkeit“

Düsseldorf · Rainer Hoverath wartet dringend auf ein neues Herz, der Düsseldorfer Mario Rosa-Bian lebt schon fast 28 Jahre mit einer neuen Niere. Beide hoffen, dass durch die neue Gesetzesinitiative hierzulande mehr Organspender gewonnen werden können. Derzeit seien die Wartezeiten viel zu lang.

 Ärzte transplantieren eine Niere - rund 6500 Menschen warten derzeit bundesweit auf eine Spenderniere.

Ärzte transplantieren eine Niere - rund 6500 Menschen warten derzeit bundesweit auf eine Spenderniere.

Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch

Mit 39 Jahren feierte Mario Rosa-Bian seinen zweiten Geburtstag, genauer gesagt, am 2. September 1996. Damals erhielt der Düsseldorfer eine neue Niere, führte fortan ein normales Leben. Die Spenderniere funktioniert mittlerweile im 28. Jahr – viel länger als der Durchschnitt, ein absoluter Glücksfall. Auf den hofft auch Rainer Hoverath. Der Kölner wartet in der Düsseldorfer Unklinik derzeit auf ein neues Herz, weil sein eigenes krankheitsbedingt aufgibt. Nicht so der 60-Jährige. Nach mehreren schweren Gesundheitskrisen steht der Pfarrer derzeit auf der High-Urgency-Transplantationsliste, um schneller ein Spenderorgan zu erhalten. „Ohne ein neues Herz“, sagt Hoverath, „komme ich wohl nur im Sarg aus der Klinik.“