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Gelsenkirchen: VRR bewirbt „Schokoticket“ mit Schwarzem Jungen

Kritik in Gelsenkirchen : Verkehrsverbund bewirbt „Schokoticket“ mit Schwarzem Jungen

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist wegen Werbung auf einem Faltblatt und im Internet mit dem Foto eines Jungen mit dunkler Hautfarbe in die Kritik geraten. Der Verbund hatte damit sein Schülerticket, das sogenannte „Schokoticket“, beworben.

„Auf allen Fotos sind ausschließlich weiße Menschen abgebildet. Nur beim „Schoko-Ticket“ ist es ein schwarzer Junge“, kritisierte der ARD-Sender „Cosmo“ auf Twitter.

Der Verkehrsverbund nahm nach der Kritik das Bild aus dem Internet und entschuldigte sich. Auch im gedruckten Faltblatt soll das Foto ausgetauscht werden. Der VRR bedauere, dass Diversität „nicht in angemessener Form“ abgebildet worden sei, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Das Unternehmen lege großen Wert darauf, Gruppen und Personen nicht zu diskriminieren.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Das &quot;SchokoTicket&quot; vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr richtet sich speziell an Schüler*innen. Warum genau hier ein Schwarzes Kind auf dem Foto abgebildet wird... ?! <a href="https://twitter.com/hashtag/vrr?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#vrr</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/rassismus?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#rassismus</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/kritik?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#kritik</a> <a href="https://t.co/brUYtnEge2">pic.twitter.com/brUYtnEge2</a></p>&mdash; COSMO (@COSMO__ARD) <a href="https://twitter.com/COSMO__ARD/status/1268186632777326592?ref_src=twsrc%5Etfw">June 3, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Ein Sprecher der Initiative Schwarze Menschen e.V. kritisierte die Motivwahl des VRR als rassistisch. Hier würden Menschen zu Objekten degradiert, es handele sich um Stereotype aus der Zeit des Kolonialismus. „Diese Darstellung zeigt, wie wenig Problembewusstsein bei den Firmen vorhanden ist“, sagte er. Zuvor hatte der WDR berichtet.

(dpa/dtm)