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Gegen Kohleabbau: Umweltschützer demonstrieren am Tagebau Garzweiler

„Kraftvoller, friedlicher Protest“ : 2500 Umweltschützer demonstrieren am Tagebau Garzweiler

Klima- und Umweltschützer haben am Samstag zwei Dörfer am Rande des Tagebaus Garzweiler mit einer Menschenkette verbunden. Laut Polizei war es bislang ein „friedlicher Protest“.

Etwa 2500 Menschen haben am Samstag am Tagebau Garzweiler für einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohleförderung demonstriert. Bei der ersten größeren Protestaktion an dem Ort seit zwei Jahren verbanden sie mit einer Menschenkette die vier Kilometer voneinander entfernten Tagebaudörfer Lützerath und Keyenberg. Damit sollte zugleich die Abbaugrenze gezeigt werden, mit der die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden könnten. Zu der Protestaktion hatten unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die lokale Organisationen „Alle Dörfer bleiben“ aufgerufen.

Die Polizei sprach am Nachmittag von einem „kraftvollen, friedlichen Protest“. Die Menschenkette schlängelte sich, unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen, durch grüne Wiesen, an Grünland und weidenden Kühen vorbei. Zahlreiche Demonstranten trugen Transparente wie „Stoppt Braunkohle“ oder gelbe Kreuze, die den Verbleib am Ort symbolisieren. Viele waren mit Fahrrädern unterwegs.

Lützerath soll als nächstes Dorf für den Kohleabbau verschwinden. Ob die zur Stadt Erkelenz gehörenden Dörfer Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich und Berverath noch weichen müssen, soll bis Ende 2026 entschieden werden. Der Kohleabbau im Rheinischen Revier soll nach der Entscheidung von Bundesregierung und Bundestag bis spätestens 2038 beendet sein.

(bora/dpa)