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Gefängnisausbruch in Schwerte: Zwei Häftlinge türmen mit Bettlaken

Gefängnisausbruch in Schwerte : Zwei Häftlinge türmen mithilfe von Bettlaken

Mit einem Bettlaken haben sich zwei Häftlinge am Samstagmorgen aus dem Gefängnis in Schwerte an der Ruhr abgeseilt. Mehrere Stunden fehlte von ihnen jede Spur, sagte der Sprecher des NRW-Justizministeriums, Detlef Feige. Dann wurden sie wieder gefasst.

Zwei in Schwerte bei Dortmund aus dem Gefängnis geflohene Häftlinge sind nach wenigen Stunden in Freiheit wieder gefasst worden. Das teilte der Sprecher des NRW-Justizministeriums, Detlef Feige, am Samstag mit. Die beiden Männer im Alter von 24 und 28 Jahren waren am Morgen bei einem Freigang über eine Mauer der Haftanstalt geklettert.

Wie Feige berichtete, konnte der eine dem anderen helfen, eine Mauer zu erklimmen, dann zog der andere auch ihn nach oben. Von dort aus ging es über ein Dach, und mit Hilfe eines zum Seil verknoteten Bettlakens hinunter in die Freiheit. Zwei Aufsichtsbeamte seien den beiden noch hintergestürmt, hätten sie jedoch knapp verfehlt. Feige sagte, die beiden seien keine Schwerkriminellen, der jüngere sei wegen Einbrüchen und Diebstählen verurteilt, der ältere wegen Drogendelikten und Diebstählen. Seit April teilten sie eine Zelle mit Blick auf genau den Hof, den sie jetzt zur Flucht nutzten. Am Nachmittag wurden sie noch in Schwerte festgenommen.

In Berlin waren in der Nacht zum Montag zwei Schwerkriminelle in Moabit ausgebrochen: Sie sägten Gitter vor ihren Zellenfenstern durch, seilten sich ab und kletterten über eine Mauer und Stacheldraht. Bei den Männern handelt es sich um einen 34 Jahre alten mutmaßlichen Mörder und einen 25-jährigen verurteilten Betrüger.

(lnw)