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Gefälschte Impfpässe in NRW - Mehr als 1200 Fälle seit April 2021

Seit April : Mehr als 1200 Fälle von gefälschten Impfpässen in NRW

Immer wieder versuchen Betrüger mit gefälschten Corona-Impfpässen Geld zu machen. Andere legen die falschen Ausweise in Apotheken vor, um so einen personalisierten QR-Code zu erschleichen. Fast täglich trudeln bei der Polizei Anzeigen ein.

Im Zusammenhang mit gefälschten Corona-Impfausweisen hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen seit April in mehr als 1200 Fällen ermittelt. Das teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mit. In vielen Fällen versuchten Verdächtige, durch die Vorlage eines gefälschten Impfpasses in Apotheken oder Arztpraxen einen personalisierten QR-Code zu erhalten. Es gehe aber auch um das Ausstellen und Inverkehrbringen von Fälschungen.

Vom 1. April bis zum 23. November wurden dem LKA 1041 Delikte gemeldet, die sich über fast alle Kreispolizeibehörden verteilten. Die rechtliche Bewertung solcher Taten sei in diesem Zeitraum aber uneinheitlich gewesen.

Seit dem 24. November gilt nach Angaben des Sprechers bundesweit eine neue Rechtslage. Nach einer Änderung des Strafgesetzbuches drohen bei der unrichtigen Ausstellung von Impf- und Gesundheitszeugnissen oder deren Gebrauch nun Geld- oder sogar Freiheitsstrafen.

Seit Inkrafttreten der neuen Regelung hat das LKA bereits 188 Fälle im Zusammenhang mit gefälschten Impfpässen in NRW erfasst, die jetzt entsprechend geahndet werden. In sieben weiteren Fällen wurden Testzertifikate gefälscht.

(top/dpa)