1. NRW
  2. Panorama

Flughafen Köln/Bonn: Chaos bei Antalya-Flug - Schwestern aus Uedem sind angekommen

Massive Probleme am Flughafen Köln/Bonn : Das 18-Stunden-Reisechaos von drei Schwestern aus Uedem

Angelina Pleuger und ihre Schwestern hatten sich auf Strandurlaub in Antalya gefreut, doch ihre Maschine hob am Montagmorgen ohne sie ab. Wie es für sie weiterging – und welche böse Überraschung die jungen Frauen nach der Landung erlebten.

Als Angelina Pleuger und ihre beiden Schwestern am Dienstagabend um 19.30 Uhr deutscher Zeit in Antalya aus dem Flugzeug steigen, sind sie völlig erschöpft. Die drei jungen Frauen vom Niederrhein wollen nur noch schnell ins Hotel. Doch es kommt erst einmal anders. Einer ihrer Koffer fehlt. „Er war nicht auf dem Band. Wir mussten ihn erst durch Flughafenmitarbeiter suchen lassen“, sagt die 27-Jährige. Die Schwestern wurden dann in einen Raum am Flughafen geführt. „Dort lag mein Koffer. Er war kaputt, total zerbrochen“, sagt sie.

Ein 18-stündiges Chaos-Reise lag zu diesem Zeitpunkt bereits hinter den drei jungen Frauen aus Uedem. Ihre Maschine sollte eigentlich schon am frühen Montagmorgen um vier Uhr vom Airport Köln/Bonn in den türkischen Badeort gehen; deswegen waren sie bereits gegen 1 Uhr am Flughafen gewesen. Doch das Flugzeug war trotzdem ohne sie und weitere verärgerte Fluggäste abgehoben. Grund: Massive technische Probleme an den Gepäckkontrollgeräten, die zu langen Warteschlangen führten und erst am Verlauf des Vormittags behoben werden konnten. Die drei Schwestern wurden deswegen auf einen Flug um 15.50 Uhr umgebucht – wie viele andere Betroffene auch.

  • Ein Teil des Düsseldorfer Flughafens aus
    Flughafen Düsseldorf : Betrunkene Frau wollte Auto auf dem Rollfeld parken
  • Chaos am Flughafen Düsseldorf : „So schlimm war es seit fünf Jahren nicht mehr“
  • Hündin Skadi schnüffelt im Dienst des
    Zoll am Flughafen Köln/Bonn : Hündin hat den richtigen Riecher für Geld

Sie ärgern sich vor allem über fehlende Informationen am Airport. „Wir sind wütend darüber, dass wir am Flughafen in Köln wenige Informationen über unsere Lage bekommen haben. Wir mussten uns alles selbst zusammensuchen“, kritisiert die 27-Jährige. Demnach mussten sie unter anderem selbst klären, ob sie wirklich auf der Passagierliste für den Ersatzflug stehen und ob es beim geplanten Rückflug bleibt. „Uns fehlt jetzt ein ganzer Urlaubstag und wir hatten mehr Stress als Entspannung“, klagt sie.

 Der kaputte Koffer der Schwestern
Der kaputte Koffer der Schwestern Foto: RPO/privat

Betroffene Passagiere haben daraufhin eine WhatsApp-Gruppe gegründet. „Dadurch waren wir immer auf dem neuesten Stand. Es wurden darin zum Beispiel das Gate für den Ersatzflug und Links für Kostenerstattungen genannt“, so die Uedemerin. „Es war schön, zu sehen, dass alle betroffenen Passagiere zusammengehalten haben, um eine Lösung zu finden – obwohl man sich nicht kannte“, sagt sie.

Nun wollen die drei Schwestern aber ihren Urlaub genießen – und erst einmal nicht an das Chaos des vergangenen 24 Stunden zurückdenken. „Wir liegen jetzt am Strand und genießen die Sonne“, sagt sie.