Finnentrop: Moschee mit Steinen beworfen - Staatsschutz ermittelt

Staatsschutz ermittelt : Unbekannte werfen Steine auf Moschee in Finnentrop

Im nordrhein-westfälischen Finnentrop haben Unbekannte eine Moschee mit Steinen attackiert. Nun hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Wie die Polizei in Hagen und die Staatsanwaltschaft in Siegen am Montagabend mitteilten, wurde bei dem Angriff in der Nacht zum vergangenen Samstag niemand verletzt. Es seien jedoch mehrere Scheiben zu Bruch gegangen sowie Putz an der Fassade und ein geparktes Auto beschädigt worden.

Die Täter seien nach wenigen Augenblicken geflohen, erklärten die Ermittler. Ein kurz darauf aufgegriffener Mann sei wenig später wieder entlassen worden, weil ein Tatverdacht sich nicht erhärtet habe. Die Steine wurden demnach beschlagnahmt, um sie auf Spuren zu untersuchen. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen zu dem Angriff auf. Ein Verdächtiger, den die Polizei kurz nach der Tat aufgegriffen hatte, ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Insgesamt 26 Steine seien auf die Moschee geworfen worden, berichtete der Vorsitzende des Moscheevereins, Ramazan Olmaz, der „Westfälischen Rundschau“. Ein Überwachungsvideo zeige vier mutmaßliche Täter. „Wir sind schockiert“, sagte Olmaz der Zeitung. „Ein Angriff auf ein Gotteshaus, das geht gar nicht.“

Laut Medienberichten zählt die muslimische Gemeinde in Finnentrop rund 120 Mitglieder. 2017 öffnete die Moschee in einem ehemaligen Postgebäude ihre Pforten. Das Haus ist nach wie vor im Besitz der Stadt.

(mba/AFP/kna)