Finanzämter drohen Schützenvereinen mit Entzug der Gemeinnützigkeit

Wegen Ausschluss von Frauen: Finanzämter drohen Schützenvereinen mit Entzug der Gemeinnützigkeit

Einem Medienbericht zufolge wollen die Finanzämter den Schützenvereinen die Gemeinnützigkeit aberkennen, falls sie weiterhin Frauen ausschließen.

Wie die "Westfalenpost" berichtet, habe das Finanzamt Meschede dem Sauerländer Schützenbund dies schriftlich mitgeteilt. Spätestens bei der nächsten Überprüfung werde man die Vereine darauf hinweisen, dass sie ihre Satzung zeitnah, also bei der nächsten Mitgliederversammlung zu ändern hätten, so die Behörde. "Andernfalls droht der Entzug der Gemeinnützigkeit", heißt es in dem Schreiben, das der Westfalenpost vorliegt. Auch im Rheinland sind Schützenbruderschaften von Finanzbehörden aufgefordert worden, ihre Satzungen vorzulegen.

Wie die "Westfalenpost" weiter berichtet, befürchtet der Bundesgeschäftsführer des Sauerländer Schützenbundes, dass das Spendenaufkommen dramatisch einbrechen könnte, wenn die Schützen keine Spendenquittungen mehr ausstellen dürfen. Zudem würden sämtliche Einnahmen der Vereine voll steuerpflichtig.

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Das Vorgehen der Finanzämter begründet man im NRW-Finanzministerium mit einem Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf, das jüngst einer Freimaurerloge die Gemeinnützigkeit absprach.

(felt)