Fichte-Gymnasium in Hagen: Brief weckt Verdacht auf Bedrohungslage

Polizei ermittelt in Hagen: Schule wegen Drohung von Abiturienten geschlossen

Das Fichte-Gymnasium in Hagen blieb am Montag geschlossen. Grund ist ein Schriftstück, das Schüler geschrieben haben. Es erweckte den Verdacht, dass eine Bedrohungslage bestehe. Laut Polizei gibt es aber keine Gefahr.

Drohungen zweier Abiturienten haben in Hagen für so große Unruhe unter den Schülern, Eltern und Lehrern gesorgt, dass der Unterricht für die 1000 Schüler des Gymnasiums einen Tag ausgesetzt wurde. Die Schulleitung des Fichte-Gymnasium hatte am Samstag die Polizei informiert, weil zwei Schüler Drohungen gegen einzelne Schüler und Lehrer in ein Heft geschrieben haben sollen.

Die 18 und 19 Jahre alten Schüler gaben bei ihrer Vernehmung am selben Tag an, dass die Bedrohungen nicht ernst gemeint gewesen seien. Es habe sich um "Satire" gehandelt, die sie aus "Langweile" verfasst hätten. Nach den Erkenntnissen der Ermittler sei zu keinen Zeitpunkt Gefahr von den beiden Schülern ausgegangen, teilte die Polizei am Montag mit. Gegen die beiden Abiturienten werde aber weiter wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt.

  • Krefeld : Fragen zur Fichte-Turnhalle

Das Fichte-Gymnasium ist mit 1000 Schülern die größte Schule Hagens. Bereits am Wochenende sei entschieden worden, dass am Montag kein Unterricht stattfinden soll. Aber nicht, weil eine Gefahr für Schüler und Lehrer besteht, sondern weil das Kollegium gemeinsam mit der Polizei den Vorfall aufarbeiten will. "Es ist ein Beamter von uns auf dem Schulgelände vor Ort", sagte Hanki.

Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen können oder keine Betreuung finden, konnten sie laut Hanki in die Schule schicken. Die Lehrer kümmerten sich um die Schüler, es fand lediglich kein Unterricht statt.

(lsa)
Mehr von RP ONLINE