Fall Lügde: Landgericht liegt dritte Anklage im Missbrauchsfall vor

Missbrauch auf Campingplatz : Landgericht liegt dritte Anklage im Fall Lügde vor

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde hat das Landgericht Detmold auch die dritte Anklageschrift erhalten. Es handelt sich um einen 34-jährigen Mann.

Das teilte ein Sprecher am Donnerstag in Detmold mit. Das Gericht werde dem 34-jährigen Beschuldigten die Anklage zuleiten und um Stellungnahme bitten. Details zu den Vorwürfen will das Gericht erst nennen, wenn die Anklage zugestellt ist. Nach den Erkenntnissen der Ermittler soll der Mann aus Steinheim bei Höxter ebenfalls Kinder auf dem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen missbraucht und dabei gefilmt haben.

Im Fall der beiden anderen Hauptbeschuldigten hat das Gericht schon Details veröffentlicht. Demnach wirft die Staatsanwaltschaft dem 56-jährigen Hauptverdächtigen in der Anklage 293 Fälle vor. Der Mann soll sich unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen, schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie des Besitzes von kinderpornografischen Schriften verantworten.

Ein mutmaßlicher Komplize (49) des Mannes aus Stade in Niedersachsen ist mitangeklagt, weil er unter anderem in mindestens vier Fällen an Webcam-Übertragungen des Dauercampers teilgenommen haben soll. Teilweise soll er den Hauptverdächtigen vorher ausdrücklich zum Missbrauch aufgefordert haben. Darüber hinaus sollen bei dem Mann aus Stade im Januar 42 719 Bild- und Videodateien mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt gefunden worden sein.

(skr/dpa)
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