Europawahl 2019: Das sind die skurrilsten Wahllokale in NRW

Europawahl : Das sind die skurrilsten Wahllokale in NRW

In der Friedshofskapelle oder im Gefängnis, persönlich oder per Brief - die Bürger in NRW können an diversen Orten ihre Stimme für die Europawahl abgeben. Viele Orte sind ungewöhnlich.

Seit 8 Uhr sind am Sonntag in NRW die Wahllokale zur Europawahl geöffnet. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind rund 13,8 Millionen Menschen wahlberechtigt. Sie können bis 18 Uhr ihre Stimme persönlich abgeben.

In der Liste der Wahllokale gibt es neben den üblichen Rathaussäalen und Schulen auch skurrile Orte. Das hier sind die ungewöhnlichsten Wahllokale in NRW:

  • ein Blumenladen in Herne
  • ein Autohaus in Bochum
  • das Wohnzimmer einer Familie in Leverkusen
  • der Besucherraum der JVA in Castrop-Rauxel
  • der Schießstand eines Schützenvereins in Brüggen
  • eine Friedhofskapelle in Nachrodt-Wiblingwerde
  • ein Heimatmuseum in Löhne

Insgesamt können in den 28 Mitgliedsstaaten der EU 751 Abgeordnete gewählt werden, darunter 96 aus Deutschland. Bei den EU-Wahlen 2014 hatte jeder zweite Deutsche von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht. Auch in NRW war die Beteiligung mit 52,3 Prozent - gegenüber 48,1 Prozent bundesweit - kaum höher ausgefallen.

Auf dem 96 Zentimeter langen Stimmzettel mit 40 Parteien und politischen Vereinigungen bewerben sich in NRW in diesem Jahr so viele um ein Mandat im EU-Parlament wie nie zuvor. Gewählt wird mit einer Stimme eine Liste; Direktkandidaten in Wahlkreisen gibt es nicht.

Briefwahl ist schon seit einigen Wochen möglich. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten rund 31 Prozent der Wähler in NRW von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis für NRW rechnet der Landeswahlleiter in den frühen Morgenstunden zum Montag.

(mba/dpa)
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