21-Jähriger aus Mülheim/Ruhr: Essener Polizei nimmt IS-Rückkehrer aus Syrien fest

21-Jähriger aus Mülheim/Ruhr : Essener Polizei nimmt IS-Rückkehrer aus Syrien fest

Ein junger Mann kehrt aus Syrien zurück und wird in Essen verhaftet. Die Ermittler sprechen von "staatsgefährdenden Straftaten". Im Blick hatten sie ihn schon länger.

Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen einen 21-Jährigen Syrien-Heimkehrer und Sympathisanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Dem jungen Mann aus Mülheim/Ruhr wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Er habe eingeräumt, sich beim IS in Syrien aufgehalten zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

"Es bestand aber keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung", sagte ein Polizeisprecher. "Wir konnten ihn aber auch nicht einfach laufenlassen." Weitere Details nannte er nicht. Ein Gericht erließ Haftbefehl.

Der junge Mann war nach Angaben der Polizei Ende August von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Syrien zurückgekehrt. Seitdem war er von Sicherheitskräften beobachtet worden. Auf seiner Facebook-Seite habe er die schwarze Flagge des IS gezeigt, hieß es. Eine Durchsuchung seiner Wohnung in Mülheim/Ruhr, bei der Dateien gefunden worden seien, habe den Verdacht erhärtet, dass er eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet habe.

Um welche Straftaten genau es sich handelt, wollten die Behörden nicht sagen. Infrage kommen etwa Geldsammlungen für terroristische Organisationen, die Ausbildung an Schusswaffen, Geiselnahme oder Mord.

In den vergangenen Tagen und Wochen waren bereits mehrere deutsche Terrorverdächtige festgenommen worden, die für den IS aktiv gewesen sein sollen.

Hier geht es zur Infostrecke: Isis/IS - Islamischer Staat im Irak und Syrien

(dpa)
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