Essen: Toter Fuchs mit Staupe gefunden - Hunde-Besitzer sollen Impfpass prüfen

Stadt Essen warnt vor Staupe : Fuchs an hochansteckender Viruserkrankung gestorben - Hunde in Gefahr

Das Veterinäramt hat den Verdacht auf Staupe bei einem toten Fuchs in Essen-Heidhausen bestätigt. Hundehalter müssen nun besonders aufpassen, die Krankheit ist für die Tiere extrem gefährlich.

Mehrere tote Füchse wurden in den vergangenen Wochen in Essen gefunden. Sie lagen in den Stadtteilen Fischlaken, Werden und Heidhausen. Zumindest in einem Fall, bestätigte das Veterinäramt Essen nun, dass es sich bei dem Fuchs, der im Februar in Heidhausen gefunden wurde, um einen Fall von Staupe handelt. Die Untersuchungen hatte das Veterinäramt Rhein-Ruhr-Wupper in Krefeld durchgeführt.

Staupe gehörte lange zu den gefährlichsten Viruserkrankungen für den Hund. Dann wurde eine Impfung gegen das Virus entwickelt. Staupe führt zu einer Entzündung der Lunge, des Darmes und des Gehirns. In Deutschland kommt es immer wieder zu Staupe-Fällen, meist liegt das daran, dass Hundebesitzer ihre Haustiere nicht impfen lassen.

Überträger des hochansteckenden Virus können jedoch nicht nur Hunde sein, sondern auch andere heimische Fleischfresser wie Wölfe, Dachse, Frettchen oder eben auch Füchse. Hat sich ein Tier angesteckt, steigt seine Körpertemperatur auf 40 Grad, es folgen Erbrechen, Durchfall, Augen- und Nasenfluss. Klingt die Temperatur ab, kommt es meist zu einem Befall der Organe. Meistens verläuft die Krankheit tödlich. Überlebt das Tier, kann der Virus in Nervengewebe, Haut oder Augen fortbestehen und Jahre später wieder ausbrechen.

Die Stadt Essen ruft Hundehalter nun dazu auf, die Impfpässe ihrer Haustiere zu überprüfen: Ist der Hund gegen Staupe geimpft? Für einen ausreichenden Impfschutz sind zwei Spritzen in einem Zeitraum von vier Wochen notwendig. Jungtiere können ab einem Alter von acht Wochen gegen Staupe geimpft werden. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Wiederholung im Alter von 12 und 16 Lebenswochen sowie ein weiteres Jahr später. Für einen dauerhaften Schutz muss die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden. Empfohlen wird eine Auffrischung alle drei Jahre. Hundebesitzern wird außerdem geraten, ihre Vierbeiner im Stadtgebiet anzuleinen.

Da Staupe keine meldepflichtige Krankheit ist, ist unklar, ob es bereits weitere tote Tiere durch das Virus gibt.

(ham)
Mehr von RP ONLINE