Essen: Prozess nach illegalem Autorennen - Lamborghini und Ferrari eingezogen

90.000 Euro Strafe für Fahrer : Gericht zieht Lamborghini und Ferrari nach illegalem Rennen ein

Wegen der Teilnahme an einem illegalen Autorennen hat das Amtsgericht Essen zwei Männer zu Geldstrafen verurteilt. Außerdem wurde die Einziehung von zwei hochpreisigen Sportwagen angeordnet.

Wie ein Gerichtssprecher sagte, hatten sich der 53-jährige Besitzer beider Autos und ein 25-jähriger Bekannter nach Auffassung des Gerichts im März ein Rennen geliefert. Dabei hätten sie auch die Gegenfahrbahn einer zweispurigen Straße benutzt. Passanten hatten damals die Polizei verständigt, die die beiden wenig später an einer Tankstelle stellen konnte.

Die am Donnerstag verhängte Geldstrafe beläuft sich für beide auf jeweils 90 Tagessätze, die auf das Einkommen bezogen werden. Für den 53-Jährigen, einen selbstständigen Unternehmer aus Essen, bedeutet dies eine Summe von insgesamt 90.000 Euro, für den 25-Jährigen 900 Euro. Der Ältere muss außerdem für ein Jahr seinen Führerschein abgeben, der Jüngere für zehn Monate. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei den Autos handele es sich um Fahrzeuge der Marken Lamborghini und Ferrari im Wert von jeweils mehreren hunderttausend Euro, sagte der Gerichtssprecher weiter. Er sprach von „für den Straßenverkehr zugelassenen Rennwagen“. „Die Fahrzeuge unterliegen als Tatwerkzeuge der Einziehung“, begründete er die Entscheidung des Gerichts, dem Unternehmer die Autos wegzunehmen. Die Polizei hatte die Sportwagen bereits bei dem Einsatz im März beschlagnahmt. Auch ihre Führerscheine hatten die beiden Fahrer damals abgeben müssen.

(mba/dpa)
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