1,7 Millionen Euro Beute Banker bricht Kundenschließfächer auf – über drei Jahre Haft

Essen · Ein Mitarbeiter der Sparkasse Essen erbeutet rund 1,7 Millionen Euro aus Kundenschließfächern. Jetzt ist er verurteilt worden.

 Im Prozess vor dem Essener Landgericht hatte der 30-Jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich entschuldigt. (Archivfoto)

Im Prozess vor dem Essener Landgericht hatte der 30-Jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich entschuldigt. (Archivfoto)

Foto: dpa/Bernd Thissen

Nach dem Aufbruch von Kundenschließfächern ist ein ehemaliger Mitarbeiter der Sparkasse Essen am Freitag zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte dem Landgericht zufolge die Türen der Fächer im bankeigenen Tresorraum mit einem Brecheisen geöffnet und anschließend mit Sekundenkleber wieder verschlossen. Seine Beute belief sich laut Urteil des Essener Landgerichts auf Bargeld, Schmuck und Goldbarren im Wert von rund 1,7 Millionen Euro.

Nach seiner Entdeckung Anfang 2022 hatte der 30-Jährige den Verdacht zunächst auf einen Kunden gelenkt, der daraufhin fast drei Wochen unschuldig in Untersuchungshaft saß. Auch eine Auszubildende bezichtigte der Angeklagte zu Unrecht der Mittäterschaft.

Im Prozess am Essener Landgericht sprach der ehemalige Bankmitarbeiter von Gier. Mit dem erbeuteten Geld hatte er unter anderem seine Hochzeit finanziert und sich ein neues Auto gekauft. Der Großteil des Geldes konnte allerdings sichergestellt werden.

Im Prozess hatte der 30-Jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich entschuldigt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(dw/dpa)
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