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NRW: Erzieherinnen-Streik geht weiter

NRW : Erzieherinnen-Streik geht weiter

Tausende von Erzieherinnen der kommunalen Kindertagesstätten haben in mehreren Bundesländern gestreikt. Sie setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine verbesserte Eingruppierung in die Entgeltgruppen ein. Die Schwerpunkte des Streiks in NRW, wo in 26 Städten die Erzieherinnen nicht zur Arbeit in den Kindertagesstätten (Kitas) erschienen, waren Köln, Düsseldorf, Dortmund und Duisburg.

Die Auswirkungen der Streiks waren unterschiedlich. In Duisburg beteiligten sich 300 bis 350 Kinderpflegerinnen. Alle 77 städtischen Tagesstätten hatten geschlossen. In einigen waren allerdings Notgruppen eingerichtet worden, in denen Kinder betreut wurden.

In Remscheid legten 80 der insgesamt 230 Kita-Beschäftigten die Arbeit nieder. Elf Kitas blieben geschlossen. Acht Eltern meldeten sich am Morgen über die vier Notfall-Telefone der Stadt. Für alle Kinder konnte ein Platz in einer der zehn noch geöffneten Einrichtungen organisiert werden.

In Mönchengladbach wurden unter dem Motto "Wir wollen nicht länger kleine Brötchen backen" in zwölf von insgesamt 35 städtischen Kindertagesstätten gestreikt. Betroffen waren etwa 1000 Kinder. In fast allen Kitas gab es aber Notgruppen. Die meisten Eltern ließen ihren Nachwuchs jedoch zu Hause, wo ihn Verwandte betreuten.

In Düsseldorf meldete das Jugendamt 35 geschlossene Einrichtungen. Zehn weitere hatten einen Notdienst organisiert. 25 Kinder wurden in nicht bestreikte oder von freien Trägern betriebene Kitas vermittelt. Mitarbeiter des Jugendamtes mussten zu sieben Notfällen im Kinderschutz ausrücken.

Der Streik soll nächste Woche fortgesetzt werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Erzieherinnen: Darum streiken wir

(RP)