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NRW-Wetter: Endlich wieder Sonne — Temperaturen über 20 Grad

NRW-Wetter : Endlich wieder Sonne — Temperaturen über 20 Grad

Auch wenn es seltsam klingt: Aber in diesem Sommer freuen wir uns über 20 Grad im August. Nachdem graue Wolken, Dauerregen und Temperaturen um die zehn Grad die vergangenen Tage bestimmten, darf heute endlich wieder die Sonnenbrille ausgepackt werden.

Der Sommer ist zurück, zumindest ein paar wenige Tage. Bis zum Wochenende bleiben die Temperaturen in NRW beständig bei über 20 Grad. Am Mittwoch wird es am schönsten, Donnerstag und Freitag wird es schon wieder etwas bedeckter, auch einzelne Schauer sind drin.

Die Meteorologen geben den Sommer noch nicht ganz auf. Maria Hafenrichter vom Deutschen Wetterdienst (DWD): "Es bleibt unbeständig. Aber die nächsten Tage werden mild und trocken mit durchaus mal 23 Grad. Und auch der Altweibersommer kann noch schön werden."

Doch auch bei schlechtem Wetter zeigen sich viele Menschen hartgesotten. Wie etwa die Gäste im Düsseldorfer Bad "Flossen weg". Viele ziehen früh morgens bei sieben Grad Außentemperatur ihre Bahnen im 26 Grad warmen Wasser. "Und bis zur heißen Dusche sind es nur wenige Meter Fußweg", sagt Schwimmbadleiterin Birgit Kowald. Für die bibbernden Kinder in den Schwimmkursen hält sie Neoprenanzüge bereit. Viele Freibäder haben aber bereits schon vorzeitig geschlossen.

Das schlechte Wetter sorgt auch für eine schlechte Bilanz in den Tierparks. "Verheerend", nennt die Leitung des Wildparks Anholter Schweiz bei Rees am Niederrhein die Sommerbilanz. Wo sich an sonnigen Tagen bis zu 500 Menschen tummeln, herrscht bei Regenwetter gähnende Leere zwischen den Freiluft-Tiergehegen. Parkchefin Monika Westerhoff-Boland hatte für den Herbst Falkenshows und eine Halloweenparty geplant. "Wenn es so nass bleibt, haben wir kaum Einnahmen und müssen Geld drauflegen."

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Besser eingestellt sind die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen und der Safaripark in Stukenbrock bei Paderborn. Beide Parks bieten auch Indoor-Abenteuer. Die Besucherzahlen brachen daher nicht groß ein, wie Susanna Stubbe, Sprecherin von Stukenbrock, berichtet.

Ioannis Psaparas, Inhaber der Eisdiele "Café Creme" in Essen, bereitet schon seit Tagen kein Eis mehr zu. "Bei dem schlechten Wetter kommt ohnehin niemand. Und wenn, dann fragen die Kunden nach heißen Getränken", sagt der Eismann resigniert, während er mit seinem Bruder und seinem Sohn allein im Gastraum sitzt.

(lnw)