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EM 2021: Wo NRW vor Spiel gegen Ungarn in Regenbogen-Farben erstrahlt

Zeichen gegen Homophobie : Wo NRW heute überall in Regenbogen-Farben strahlt

Köln tut es, Düsseldorf auch, Mönchengladbach zieht mit und Dortmund, Bochum sowie Gelsenkirchen ebenso. Überall in NRW leuchten am Mittwoch die Regenbogen-Farben. Als Zeichen gegen Homophobie und deutliches Signal in Richtung Uefa. Ein Überblick.

Ganz Fußball-NRW zeigt sich bunt und solidarisch. Viele Städte und Vereine setzen ein strahlendes Zeichen für Toleranz und Vielfalt. Nachdem die Uefa untersagt hat, das Stadion in München während des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn in Regenbogen-Farben leuchten zu lassen, werden stattdessen am Mittwoch viele Städten und Stadien in Regenbogenfarben strahlen.

So sollen die Pylone am Kölner Stadion am Mittwochabend zwischen 21.00 Uhr und Mitternacht bunt in Regenbogen-Farben leuchten. Dies bestätigten die Kölner Sportstätten und der Bundesligaclub am Dienstag. In Düsseldorf wird die Regenbogenflagge auf der Nordseite auf die Außenhülle des Fortuna-Stadions projiziert, das auch Spielort der EM 2024 sein wird. Fortuna selbst hatte zum „Pride Month“ im Juni vor wenigen Tagen auch eine Sonderkollektion in Regenbogenfarben in die Fanshops am Flinger Broich und am Burgplatz gebracht.

„Wir begrüßen das sehr. Köln und der FC stehen für Vielfalt und Toleranz. Die Entwicklungen in Ungarn sind erschreckend - umso wichtiger ist es, ein Zeichen dagegen zu setzen“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Dies haben die Kölner Sportstätten auf Initiative verschiedener Gruppen aus der Kölner Stadtgesellschaft als Zeichen des Protestes gegen die ungarische Gesetzgebung entschieden.

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„Düsseldorf steht für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft“, sagte derweil Oberbürgermeister Stephan Keller: „Daher wird zum EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn die Regenbogenflagge auf die Merkur-Spielarena  projiziert werden und somit – ebenso wie unter anderem in unserer Nachbarstadt Köln - vom Rhein aus ein sichtbares Zeichen für Respekt, Toleranz und Frieden gesetzt.“

Zuvor wurde ein Antrag des Münchner Stadtrats von der UEFA abgelehnt, das Münchner Stadion als Austragungsort der Partie gegen Ungarn in Regenbogen-Farben als Signal für Vielfalt und selbstbestimmte Lebensformen sexueller Orientierung zu beleuchten.

Auch Dortmund, Mönchengladbach und Bochum setzen klare Zeichen. Am Borussia-Park werden Flaggen in Regenbogen-Farben gehisst. In Dortmund sollen markante Gebäude der Stadt wie der Fernsehturm und das Dortmunder U sowie einige Museen den Tag lang bunt erstrahlen. Auch Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hat entschieden: Wir hängen die Regenbogenflagge auf. „Die Regenbogenfahne ist ein Zeichen der Weltoffenheit und Toleranz und ein sichtbares Signal für unser gemeinsames Werteverständnis“, erklärte der SPD-Politiker.

In Duisburg werden die MSV-Arena und der Stadtwerketurm bunt angestrahlt werden. In der Schalker Arena sind die Regenbogen-Farben auf dem großen Video-Würfel zu sehen. In einem Tweet erklärten die Schalker: „Keine Provokation, sondern eine Selbstverständlichkeit! Der #S04 steht für Vielfalt und Toleranz“.

Am Dormagener Rathaus hängt schon seit einigen Tagen eine Regenbogenflagge. Anlässlich des weltweiten „Pride Month“ im Juni setzte die S-tadt schon vergangene Woche ein Zeichen für die Sichtbarkeit und Rechte von Menschen die lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, queer oder anderer sexuellen Orientierung und Identität (LSBTQ+) sind. Auch am Bürgerhaus in Hilden wurde am Mittwoch eine Regenbogenflagge gehisst.

In Leverkusen leuchten verschiedene Denkmäler bunt, vor dem Rathaus werden Regenbogen-Fahnen gehisst.

(siev/dpa)