Streit zwischen zwei Gruppen Messerstecherei am Duisburger Bahnhof – mehrere Verletzte

Duisburg · Am Bahnhof in Duisburg ist am Sonntagabend ein Streit mit mehr als zehn Personen eskaliert. Mehrere Männer wurden durch Messer verletzt, bei einer Person besteht mutmaßlich Lebensgefahr. Ein Tatverdächtiger wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt.

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Mehrere Verletzte nach Messerstecherei am Duisburger Hauptbahnhof

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Foto: Christoph Reichwein (crei)

Nach einem Streit zwischen zwei Personengruppen in Duisburg mit mehreren Schwerverletzten ist ein 18-jähriger Libanese festgenommen worden. Ein Haftbefehlsantrag sei vorbereitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg am Montag.

Die Person soll noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Tatwaffe, ein Messer, wurde bereits sichergestellt, heißt es aus Ermittlerkreisen.

Die drei Verletzten wurden den Angaben zufolge inzwischen operiert und sind noch im Krankenhaus. Sie hatten bei der Auseinandersetzung am Sonntagabend am Bahnhofsvorplatz in Duisburg Schnittwunden erlitten.

Nach Informationen unserer Redaktion waren zwischen zehn und 14 Personen an der Messerstecherei beteiligt. Der Streit soll auch in der Nähe des Friedrich-Wilhelm-Platzes ausgetragen worden sein. Bei den Opfern soll es sich um Syrer handeln.

Die Gründe für den Streit sind bisher nicht bekannt. Bereits 2023 hatte es im Juni eine Massenschlägerei zwischen libanesischen und syrischen Großfamilien im Ruhrgebiet gegeben. Damals vermittelte ein Friedensrichter des Islam.

Einige Beteiligte seien nach der Tat geflohen, hieß es. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter.

(boot/kag/dpa/atrie)
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