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Im Gerhart-Hauptmann-Haus Wanderausstellung über NSU-Morde in Düsseldorf zu sehen

Düsseldorf · Das Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf zeigt vom 6. Mai bis 13. August die Wanderausstellung „4074 Tage - Tatorte der NSU-Morde“. Die Ausstellung fordert dazu auf, weiterhin genauer hinzusehen. Es seien auch nach dem Strafprozess viele Fragen offen.

 Blumen liegen auf dem Gedenkstein bei der Gedenkfeier zum Todestag von NSU-Opfer Halit Yozgat. In Düsseldorf gibt es nun eine Wanderausstellung zu den NSU-Morden zu sehen (Archivbild).

Blumen liegen auf dem Gedenkstein bei der Gedenkfeier zum Todestag von NSU-Opfer Halit Yozgat. In Düsseldorf gibt es nun eine Wanderausstellung zu den NSU-Morden zu sehen (Archivbild).

Foto: dpa/Swen Pförtner

Das Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf zeigt vom 6. Mai bis 13. August die Wanderausstellung „4074 Tage - Tatorte der NSU-Morde“. Die Schau mit Fotografien und Texten von Gabriele Reckhard mache die zehn Tatorte sichtbar, an denen die rechtsextremistische Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zehn Menschen ermordet hatte, heißt es in der Ankündigung. Für die Familien und Angehörigen der Opfer seien diese Orte jahrelang die einzige Gewissheit gewesen.

Der Ausstellungstitel verweist den Angaben zufolge auf die 4074 Tage, die es vom ersten NSU-Mord an dem türkischstämmigen Blumenhändler Enver Simsek in Nürnberg im September 2000 bis zur Aufdeckung des NSU im November 2011 dauerte. Während dieser Jahre hätten die Familien der Opfer nicht nur unter dem gewaltsamen Tod ihrer Angehörigen gelitten, sondern seien zudem der Verunglimpfung, Ignoranz und Kriminalisierung durch Ermittlungsbehörden, Medien und Öffentlichkeit ausgesetzt gewesen.

Auch nach Ende des NSU-Strafprozesses seien viele wichtige Fragen offen geblieben, hieß es. Die Ausstellung fordere dazu auf, weiterhin genauer hinzusehen, die politischen Hintergründe der Morde aufzuklären und die Ursachen für Rassismus, Nationalismus und Hass zu bekämpfen.

(kag/epd)
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