Prognose bis 2030: Düsseldorf wächst, Nachbarstädte schrumpfen

Prognose bis 2030: Düsseldorf wächst, Nachbarstädte schrumpfen

Bis zum Jahr 2030 werden weniger Menschen im Regierungsbezirk Düsseldorf leben. Das prognostiziert der Planungsausschuss des Regionalrates Düsseldorf. Während die Nachbar-Städte an Zuwachs verlieren, legt Düsseldorf noch eine Schippe drauf.

Die aktuellen Prognosen für Bevölkerung, Privathaushalte und Erwerbspersonen zeigen, dass lediglich die Stadt Düsseldorf und der Kreis Kleve bis 2030 von Bevölkerungszuwachs profitieren. Insgesamt wird die Einwohnerzahl des Regierungsbezirkes jedoch um vier Prozent sinken. Das entspricht etwa 200.000 Einwohnern.

Aktuell leben im Regierungsbezirk Düsseldorf 5.208.300 Einwohner, den Schätzungen zufolge werden es bis 2030 nur noch rund fünf Millionen sein. Ausschlaggebend dafür sind nach Angaben des Planungsauschusses des Regionalrates die geringen Geburtenzahlen, die steigenden Sterbefälle, aber auch wenig Zuzug.

Tendenziell werden die Einwohner auch immer älter. In einzelnen Kommunen wird der Altersdurchschnitt bei fast 50 Jahren liegen. Düsseldorf kann in dieser Hinsicht wieder als Gegenbeispiel dienen. Die Landeshauptstadt kann mit einer relativ jungen Bevölkerung rechnen. Grund dafür seien die Universität und die zukunftsorientierte Wirtschaftsstruktur.

  • Gewinner und Verlierer der Bevölkerungsstatistik

Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist, dass landesweit nur die Zahl der Ein- und Zweipersonen-Haushalte bis 2030 leicht ansteigen wird. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass in vielen Kommunen der Rückgang der Drei- und Mehrpersonenhaushalte so stark sein wird, dass es insgesamt zu einem Rückgang der Zahl der Privathaushalte kommen wird.

Gewinner und Verlierer der Bevölkerungsstatistik hier.