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Düsseldorf und Kleve: Omikron-Fall in NRW - Zahl der Verdachtsfälle steigt

Düsseldorf und Kleve betroffen : Nach erstem Omikron-Fall in NRW - Zahl der Verdachtsfälle steigt

Die Virusvariante Omikron hat auch NRW erreicht. In Düsseldorf wurde das Virus bei einem Patienten nachgewiesen, es gibt zudem einen Verdachtsfall. Landesweit wuchs die Zahl der Verdachtsfälle - sieben davon im Kreis Kleve.

 In Düsseldorf ist am Dienstagabend nach Informationen unserer Redaktion der erste Omikron-Fall in NRW nachgewiesen worden. Die Sequenzierung fand in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt. Der betreffende Mann befindet sich wie weitere Reiserückkehrer aus Südafrika in Quarantäne. Das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte dies am Mittwochmorgen. Zudem meldete Düsseldorf am Mittwochabend einen weiteren hochgradigen Verdachtsfall. Es handle sich um eine Person, die am 28. November mit einem negativen Test aus Südafrika eingereist sei, teilte die Verwaltung am Mittwochabend mit. Während des Fluges seien leichte Symptome entwickelt worden. „Die PCR-Typisierung auf die Omikron-Virusvariante am heutigen Tag war bereits positiv“, erklärte die Stadt zu dem neuen Verdachtsfall. 

Insgesamt wuchs die Zahl der Verdachtsfälle, an denen meist Reiserückkehrer beteiligt waren. So meldeten die Behörden im Kreis Kleve am Niederrhein am Mittwoch insgesamt sieben Verdachtsfälle. Betroffen sind zwei Paare, die nach Südafrikareisen zurückgekehrt waren und sich dort auch getroffen hatten. Hinzu kommen drei enge Kontaktpersonen der Betroffenen. Alle seien in Quarantäne; die Proben würden im Labor sequenziert. Einen weiteren Omikron-Verdachtsfall meldete der Kreis Recklinghausen; ebenfalls nach einer Auslandsreise.

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Von dem nachgewiesenen Fall betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitgeteilt hatte. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt.

Wegen auftretender Symptome habe sich die eingereiste Person am 25. November testen lassen - das Ergebnis war positiv. Die Untersuchung auf Virusvarianten habe Auffälligkeiten gezeigt, die gegen eine Delta-Variante sprachen. „Eine Nachtestung wurde am 27. November durchgeführt und direkt in die Universitätsklinik zur Sequenzierung gebracht“, hieß es. Diese erste Sequenzierung sei aber wegen der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich gewesen.

Daher sei am 29. November ein weiterer Test durchgeführt worden. „In diesem Abstrich war die Viruslast groß genug, um die Omikron-Variante mit einer Sequenzierung zweifelsfrei nachzuweisen“, sagte eine Stadtsprecherin der dpa. Die Virologen der Universitätsklinik hätten übermittelt: „Ja, es ist Omikron“.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte erstmals am Sonntag berichtet, dass es in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle gebe, die mittels Sequenzierung überprüft würden. Bei Omikron-Verdachtsfällen in Essen konnte die Stadt bereits am Dienstag eine Entwarnung geben. Die beiden Betroffenen hätten eine seltene Delta-Form, aber nicht die neuartige Omikron-Virusvariante, teilte die Stadt mit. Zuvor waren Proben der Erkrankten in der Essener Universitätsklinik sequenziert worden.

Das Land hat nach Ministeriumsangaben vom Wochenende die Maßnahmen verschärft, um die Verbreitung der neuen Variante des Coronavirus zu verlangsamen. Die Gesundheitsämter seien informiert worden, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand.

Das NRW-Kabinett hatte am Mittwochvormittag über strengere Auflagen im bevölkerungsreichsten Bundesland beraten und die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Schulen beschlossen. Auch Clubs und Diskotheken sollen schließen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

(top/dpa)