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Düsseldorf: Tipps für die Kommunikation vor dem Fest

Weihnachten in der Corona-Pandemie : Wie sage ich Oma, dass ich nicht komme?

Die Eltern freuen sich trotz Corona aufs Weihnachtsfest, aber man selbst möchte lieber nichts riskieren. Familientherapeutin Lineke Visser gibt Tipps, wie man diese Botschaft möglichst schonend mitteilt.

Weihnachten ist die große Ausnahme. Wir dürfen uns treffen, schließlich soll niemand allein sein an Heiligabend. Aber viele haben ein ungutes Gefühl. Es geht eben nicht nur darum, was erlaubt ist, sondern vor allem darum, was wir selbst verantworten können und wollen. Was, wenn ich Oma anstecke?

Die Pädagogin und Familientherapeutin Lineke Visser wird in ihrer Praxis in Willich in der Adventszeit immer wieder mit dem Thema konfrontiert – auch ganz persönlich. Eigentlich feiert sie mit ihrer Familie und ihrer betagten Mutter, die an Alzheimer erkrankt ist. „Wir haben immer zusammen gefeiert, sie versteht nicht, warum wir diesmal nicht alle zu ihr kommen“, sagt Visser. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: Senioren, die Angst haben, sich zu infizieren, aber im Konflikt stehen, weil sie ihre Enkel unbedingt sehen wollen.

Therapeutin Visser gibt Tipps für eine gute Kommunikation.

  • Die eigene Entscheidung akzeptieren

Seien Sie mit sich selbst im Reinen, hadern Sie nicht. Sie treffen Ihre Entscheidung aufgrund Ihrer Situation, Ihrer Werte und Überzeugungen. Sie haben es sich mit Sicherheit nicht leicht gemacht. Sie wollen niemanden verletzen, haben aber eine authentische Entscheidung getroffen, und das ist in Ordnung.

 Familientherapeutin Lineke Visser aus Willich.
Familientherapeutin Lineke Visser aus Willich. Foto: RPO/Visser

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  • Der richtige Zeitpunkt

Wählen Sie einen guten Zeitpunkt, um Ihre Entscheidung den Eltern oder Kindern deutlich zu machen. Es ist gut, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt ruhig, freundlich und wertschätzend sein können. Falls Sie selbst sehr erregt oder angespannt sind, warten Sie besser, bis Sie Ihre innere Ruhe wiedergefunden haben.

  • Empathie zeigen

Zeigen Sie Ihr Mitgefühl für die Trauer oder die Wut des Gegenübers. Diese Emotionen sind angemessen und richtig, sie dürfen da sein. Sie brauchen diese Gefühle nicht zu verändern oder dafür Verantwortung zu übernehmen. Sie sollten nur Empathie zeigen.

  • Mit der Situation umgehen

Planen Sie gemeinsam Alternativen: ein Online-Treffen, einen Überraschungskorb vor der Tür oder ein Treffen in einer kleinen Runde.

  • Ausblick ins neue Jahr

Vergessen Sie vor allem nicht die guten Aussichten für das nächste Jahr. Teilen Sie Ihre Hoffnungen und planen Sie vorsichtig etwas Schönes für 2021, worauf Sie sich freuen können.