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Düsseldorf: Pinkwart regt Nachholtermine für verkaufsoffene Sonntage an

Um fehlende Umsätze auszugleichen : Pinkwart regt Nachholtermine für verkaufsoffene Sonntage an

Um fehlende Umsätze ausgleichen zu können, fordert der NRW-Wirtschaftsminister, die Regeln für verkaufsoffene Sonntage weniger streng auszulegen. Wochenendzuschläge kämen schließlich auch den Angestellten zugute.

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, wegen der Corona-Krise ausgefallene verkaufsoffene Sonntage nachzuholen. Der Handel könne so die Chance erhalten, fehlende Umsätze auszugleichen, sagte Pinkwart am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags.

Er wolle nicht die Regelungen zur Sonn- und Feiertagsöffnung in Frage stellen, versicherte Pinkwart. Aber vielleicht sei es möglich, in dieser Frage „Fünfe gerade sein zu lassen“, betonte der Minister mit Blick auf die Regelungen für die Sonntagsöffnung. Eine Voraussetzung für die Genehmigung verkaufsoffener Sonntage ist die Verbindung mit örtlichen Festen oder Messen. „Diese Feste gibt es ja nicht mehr“, sagte Pinkwart. Er verwies darauf, dass Verkäuferinnen und Verkäufer Zuschläge für die Arbeit am Sonntag erhielten. Das helfe auch ihren Haushalten.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat nach Angaben von Pinkwart 4,2 Milliarden Euro an Corona-Soforthilfen ausgezahlt. Für 97 Prozent der bewilligten Anträge sei das Geld überwiesen worden. Bei den übrigen müssten noch Zweifelsfragen geklärt werden. Auch für Betroffene, die ihr Unternehmen erst in diesem Jahr gegründet haben, gebe es jetzt die die Möglichkeit, die Soforthilfe zu beantragen, sagte Pinkwart.

Hilfe vom Land erhalten gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen, Angehörige der freien Berufe sowie Künstler. Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen 9000 Euro, bei bis zu zehn Beschäftigten gibt es 15.000 Euro, bei bis zu 50 Beschäftigten 25.000 Euro. Dass Programm läuft noch bis Ende Mai.

Viele Unternehmen in NRW erwarten unterdessen nicht, dass sie in diesem Jahr wieder zu einem normalen Geschäftsbetrieb zurückkehren können. Ein Drittel der Betriebe rechne nicht vor Mitte kommenden Jahres damit, sagte Matthias Mainz von der Industrie- und Handelskammer NRW in der Ausschusssitzung. Jeder zehnte Betrieb habe in einer IHK-Umfrage sogar geantwortet, er glaube nicht, wieder das Vorkrisenniveau erreichen zu können.

(chal/dpa)