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Düsseldorf: Hohe Nachfragen - Tafeln in NRW schränken Lebensmittelverteilung ein

Wegen gestiegener Nachfrage : Tafeln in NRW schränken Lebensmittelverteilung ein

Viele Tafeln in NRW reagieren mit einem Aufnahmestopp auf die hohe Nachfrage Bedürftiger. Rund 350.000 Menschen werden von den Einrichtungen unterstützt.

Viele Tafeln müssen mit Aufnahmestopp oder „Streckung“ ihrer Lebensmittelausgaben auf die enorm gestiegene Nachfrage Bedürftiger reagieren. Das hat eine Stichprobe des nordrhein-westfälischen Sozialministeriums ergeben.

Von den insgesamt 174 Tafeln in NRW hätten rund 21 Prozent auf eine entsprechende Kurzumfrage geantwortet, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Regierungsantwort auf eine Anfrage aus der FDP-Landtagsfraktion. 75 Prozent dieser 36 Tafeln hätten einen Aufnahmestopp gemeldet. Die übrigen müssten die Lebensmittelausgabe strecken: Die Bedürftigen können nicht mehr so häufig kommen oder erhalten weniger.

Die Tafeln unterstützen nach Angaben des Landesverbands über 350.000 Menschen in NRW mit überschüssigen, einwandfreien Lebensmitteln. Demnach hat sich die Zahl der Bedürftigen, die bei den Tafeln Hilfe suchen, im Vergleich zu 2020 verdoppelt.

Nach der Corona-Pandemie hätten nun auch die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs die Tafeln vor mehrere Probleme gestellt, stellte Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) fest: „Zum einen steigt die Nachfrage durch Inflation, steigende Lebensmittel- und Energiepreise - gleichzeitig wächst der Kreis derer, die Leistungen der Tafel in Anspruch nehmen.“ Die Discounter kalkulierten knapper, so dass weniger Lebensmittel für die Tafeln zur Verfügung stünden. Darüber hinaus gebe es weniger Spenden. „Im Ergebnis steht eine steigende Anzahl Bedürftiger einem zunehmend kleineren Angebot seitens der Tafeln und sonstiger Lebensmittelverteiler gegenüber.“

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Wie die Landesregierung die Tafeln nach Ende eines dreijährigen Projekts im kommenden Jahr konkret weiter unterstützen werde, sei noch zu entscheiden, teilte Laumann mit. In ihrem Koalitionsplan haben CDU und Grüne einen „Aktionsplan gegen Armut“ versprochen, der noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden soll.

(toc/dpa)