Düsseldorfer Familie sitzt in Shanghai fest „Wir fühlen uns manchmal wie im Film“

Shanghai/Düsseldorf · Seit einem Monat befindet sich die chinesische Millionenstadt im strengen Corona-Lockdown. Auch eine Düsseldorfer Familie befindet sich dort in Isolation. Sie berichtet von der schwierigen Versorgungslage und den Ängsten, die sie und ihre Nachbarn umtreiben.

 Eine Anwohnerin vor einem Haus in Shanghai, das unter Quarantäne steht.

Eine Anwohnerin vor einem Haus in Shanghai, das unter Quarantäne steht.

Foto: AP/Jin Liwang

Melanie und Simon Meister (Namen geändert) und ihre beiden Kinder haben zumindest vorübergehend wieder ein Stückchen Freiheit zurückbekommen. Seit wenigen Tagen darf die Düsseldorfer Familie wieder raus aus ihrer Wohnung in Shanghai. „Da es in unserem Wohnhaus bisher keinen Fall von Covid-19 gab, dürfen wir uns seit ein paar Tagen wieder im Compound bewegen. Die Bewohner der Nachbarhäuser, in denen Fälle von Covid-19 festgestellt wurden, dürfen noch nicht nach draußen“, sagt Melanie Meister. Die Düsseldorfer müssen sich allerdings an einen strikten Zeitplan halten, in dem festgelegt ist, welcher Bewohner sich zu welcher Zeit außerhal der Häuser bewegen darf. „Das ist besonders für die Kinder schön, die jetzt wieder draußen rennen und toben dürfen“, sagt sie. Ihr Compound, eine Siedlung mit 26 Häusern mit je 100 Bewohnern, dürfen sie nicht verlassen.