Düsseldorf: Darum gab es so viele Staus in den Sommerferien 2019 in NRW

Über 5000 Stunden : Darum gab es so viele Staus in den Sommerferien in NRW

Stau auf dem Weg in den Sommerurlaub: Diese Erfahrung gab es an den Sommerferien-Wochenenden in NRW 1100 Mal öfter als noch 2018. Zusammengefasst standen die Autofahrer 208 Tage im Stau. Der ADAC nennt Gründe.

Auf den Weg in den Sommerurlaub haben Urlauber in diesem Jahr in NRW häufiger im Stau gestanden als noch im Vorjahr. Auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen entstanden während der sieben Sommerferien-Wochenenden 7466 Staus und damit 1100 mehr als noch im Vorjahreszeitraum, wie der ADAC mitteilte. Grund dafür sei die gestiegene Anzahl von Baustellen, so ein ADAC-Experte. Außerdem seien im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr Menschen mit dem Auto in den Urlaub gefahren.

Zusammengerechnet standen laut ADAC Autofahrer in den Sommerferien-Wochenenden 5001 Stunden beziehungsweise 208 Tage im Stau - sechs Prozent länger als im Vorjahr. In der Länge aneinander gereiht würde das 13.750 Kilometer Stau ergeben. 2018 waren es noch 11.773 Kilometer. Besondere Geduld war am 12. Juli - dem Freitag vor dem ersten Ferienwochenende - geboten. Urlauber standen in 905 Staus mit einer Staulänge von 1675 Kilometer. Am meisten stockte es auf der A1, gefolgt von der A3 und der A40.

An den Ferien-Wochenenden entstanden insgesamt 48 Mal Staus von mindestens 10 Kilometer Länge, doppelt so häufig wie noch 2018. Der Verkehrsexperte vom ADAC Nordrhein, Professor Roman Suthold, erklärte hierzu, dass Investitionen in Straßen, Autobahnen und Brücken dringend notwendig gewesen sein. „Bauzeit ist eben leider auch Stauzeit“, sagte er laut Mitteilung.

Pünktlich zum letzten Ferientag setzte sich der Rückreiseverkehr nach Nordrhein-Westfalen in Bewegung. Vor allem Freitag und Sonntag wurde es voll. Eng wurde es auch an beiden Tagen auf der viel befahrenen A1 und dem Kölner Ring. Dichten Verkehr gab es zudem auf den Autobahnen aus Richtung Norden - so auf der A31, A40, A57 und A61. Auch auf der A3 kam es in beiden Richtung Staus. Auch die Bahn richtete sich auf den Rückreiseverkehr ein. „Alles was rollen kann, rollt“, sagte eine Sprecherin der Bahn. Auf einzelnen Strecken wurden zusätzliche Züge im Fernverkehr eingesetzt.

(dtm/dpa)
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