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Düsseldorf: 26-jährige Deutsche wegen IS-Mitgliedschaft angeklagt

Prozess in Düsseldorf : 26-jährige Deutsche wegen IS-Mitgliedschaft angeklagt

Die 26-Jährige wurde im vergangen Jahr in Bochum festgenommen. Nun beginnt der Prozess gegen die junge Frau, die mehrere IS-Kämpfer geheiratet haben soll.

Eine 26-jährige Deutsche soll sich wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Die Bundesanwaltschaft erhob gegen sie Anklage vor dem dortigen Staatsschutzsenat, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Die Angeschuldigte soll sich im Februar 2014 dem IS in Syrien angeschlossen haben.

Derya Ö. heiratete dort laut Bundesanwaltschaft einen IS-Kämpfer, mit dem sie schon vor ihrer Ausreise aus Deutschland über das Internet Kontakt hatte. Die beiden hatten auch ein Kind. Nach einer kurzzeitigen Trennung soll sie ein ranghöheres IS-Mitglied geheiratet haben, von dem sie aber nach nur drei Wochen wieder geschieden wurde.

Sie kehrte den Ermittlungen zufolge zu ihrem ersten Ehemann zurück, von dem sie sich auch an Waffen ausbilden ließ. Sie besaß demnach auch einen für ein Attentat geeigneten Sprengstoffgürtel, den sie über einen Messengerdienst zum Verkauf anbot.

Sie wurde im Februar 2017 in der Türkei festgenommen, wo sie sich bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland im August 2017 in Abschiebehaft befand. Im November 2018 wurde sie in Bochum festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

(skr/AFP)